Ein Schaffner beobachtet die Abfahrt einer Regionalbahn. - © picture alliance / Geisler-Fotopress
Ein Schaffner beobachtet die Abfahrt einer Regionalbahn. | © picture alliance / Geisler-Fotopress

Bielefeld/Düsseldorf Bahn-Allianz für NRW startet

Unterzeichnung: Sieben Unternehmen vereinbaren eine stärkere Kooperation im Sinne der Fahrgäste. Der Informationsfluss im Störungsfall soll künftig besser funktionieren.

Matthias Bungeroth

Bielefeld/Düsseldorf. Die Zahlen sind gewaltig: Rund 2,4 Millionen Menschen nutzen täglich den Nahverkehr der Bahnen in Nordrhein-Westfalen. 3.760 Personenzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn rollen jeden Tag durch das Land, hinzu kommen 1.980 Personenzüge anderer Unternehmen. Damit dieses Geflecht von Verkehrsverbindungen künftig reibungsloser funktioniert, haben Vertreter von sieben Eisenbahnunternehmen in Düsseldorf eine „Agenda Bahnen NRW" unterzeichnet. Mit im Boot sind Abellio, DB Regio NRW, National Express, Nordwestbahn, Regiobahn, Westfalenbahn sowie die Eurobahn (Keolis). „Wir haben in den langen Jahren des Wettbewerbs gelernt, dass es jenseits der Ausschreibungen im Tagesgeschäft darum gehen muss, gemeinsam die bestmöglichen Lösungen im Sinne der Fahrgäste zu finden", sagt Andree Bach, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio NRW, am Rande der Unterzeichnung. „Wir wollen gemeinsam an einem Strang ziehen, im Sinne des Fahrgastes", sagt Till Ponath, Leiter des Kompetenzcenters Marketing NRW (KCM), das in NRW alle Aufgaben der Planung und Organisation im Rahmen des NRW-Tarifs managt. Neben dem Themenfeld Fahrgastsicherheit will die neue Bahnallianz auch den Personalmangel sowie nicht zuletzt die Harmonisierung der Auskunft- und Vertriebssysteme in Angriff nehmen. Ponath: „Die Kunden wollen wissen, wie sie von A nach B kommen." Die Tickets hätten ihre Gültigkeit für alle Eisenbahnunternehmen. „Dann sollte die Information auch aus einer Hand kommen", so Ponath. Jede App die diesen Bereich bediene, müsse die gleichen Informationen bekommen. „Wenn sich die führenden Vertreter dieser NRW-Zukunftsbranche zusammentun, um gemeinsam mehr Menschen von ihrem Angebot zu überzeugen, kann ich das als zuständiger Minister nur gutheißen", kommentiert Hendirk Wüste, NRW-Verkehrsminister, die Vereinbarung, die auch volkswirtschaftlich wichtig sei. Denn aus den Investitionen in die Schieneninfrastruktur in Höhe von 1,1 Milliarden Euro resultierten weitere indirekte Investitionen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro für die Wirtschaft in NRW. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen beschäftigten in NRW gut 5.600 Menschen.

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