Geburtenzuwachs und Zuwanderung lassen die Bevölkerungszahl in Deutschland steigen. Auch NRW profitiert vom Trend. - © picture alliance / dpa
Geburtenzuwachs und Zuwanderung lassen die Bevölkerungszahl in Deutschland steigen. Auch NRW profitiert vom Trend. | © picture alliance / dpa

Köln IW-Studie: Bevölkerungszahl steigt in NRW bis 2035 auf 18 Millionen

Die Alterung der Gesellschaft schreitet laut der Studie aber voran

Köln (dpa). Die nordrhein-westfälische Bevölkerung wächst nach Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bis 2035 leicht um 93.000 auf knapp 18 Millionen Menschen. Vorübergehend überschreitet NRW in den 2020er Jahren sogar die 18-Millionen-Marke. NRW liegt mit der Entwicklung im Trend der westdeutschen Bundesländer. Der Zuwachs fällt mit 0,5 Prozent aber verhältnismäßig gering aus. Berlin weist mit 14,5 Prozent die höchste Steigerung auf und wird wohl 4-Millionen-Stadt. Hamburg wird mit einem Plus von 9,1 Prozent 2-Millionen-Stadt. Unter den Flächenländern schneiden Bayern und Baden-Württemberg mit mehr als drei Prozent Zuwachs am besten ab, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit mehr als zehn Prozent Rückgang am schlechtesten. Rückgang der Menschen im Erwerbsalter Bundesweit soll die Bevölkerungszahl um eine Million auf mehr als 83 Millionen steigen. Als Gründe nennt das Wirtschaftsinstitut auf seiner Internetseite eine höhere Geburtenrate und eine stärkere Zuwanderung. Für 2015 berechnete das Statistische Bundesamt eine Nettozuwanderung von 1,1 Millionen Menschen. 2014 habe der Wanderungssaldo bei 550.000 gelegen. Die Alterung der Gesellschaft schreitet laut Studie aber voran. Sie äußere sich überall in einem Rückgang der Menschen im Erwerbsalter. In NRW sinkt der Anteil nach den IW-Angaben von 62,8 auf 55,8 Prozent. „Dahinter verbirgt sich im Wesentlichen die Alterung der Babyboomer-Generation, die bis 2035 mehrheitlich das Rentenalter erreicht haben wird", heißt es. Fast unverändert bleibt die Zahl der Unter-20-Jährigen. Die Funke Mediengruppe hatte zuvor über die am Freitag veröffentlichte Studie berichtet. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt nach Angaben des IW bei den Prognosen die Zuwanderung. Sie hänge von Faktoren wie der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Krieg in Syrien und im Irak sowie der Flüchtlingsbewegung aus Afrika ab.

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