FDP-Bundestagskandidaten: Hermann Graf von der Schulenburg (v. l.), Jasmin Wahl-Schwentker, Philip Winkler, Christian Sauter und Frank Schäffler. Es fehlen: Nicola Claudia Hagemeister und Siegfried Mühlenweg. - © Wolfgang Rudolf
FDP-Bundestagskandidaten: Hermann Graf von der Schulenburg (v. l.), Jasmin Wahl-Schwentker, Philip Winkler, Christian Sauter und Frank Schäffler. Es fehlen: Nicola Claudia Hagemeister und Siegfried Mühlenweg. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Wahl 2017: FDP peilt Platz drei im Bundestag an

Präsentation: Die Direktkandidaten aus Ostwestfalen-Lippe stellen ein Sechs-Punkte-Papier vor. Sie setzen auf Themen wie Bildung, Digitalisierung und Mobilität

Matthias Bungeroth

Bielefeld. Optimistisch gehen die Direktkandidaten der FDP in Ostwestfalen-Lippe in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs. „Unser Ziel ist, dass wir drittstärkste Kraft werden", sagt der OWL-Bezirksvorsitzende der Partei, Frank Schäffler, bei der Präsentationsrunde. Die Liberalen in OWL ziehen viel Selbstvertrauen aus der Entwicklung der Partei in der Region. „Wir haben einen enormen Mitgliederzuwachs von 20 Prozent in diesem Jahr", sagt Schäffler erfreut. Aktuell seien rund 1.900 Frauen und Männer Mitglied in der OWL-FPD. Die Kandidaten legen ein „Sechs-Punkte-Programm für Berlin" vor, in dem sie politische Ziele festlegen, die sie im Sinne der Region im Bund vorantreiben wollen. Darin sind die Themen Bildung, Bürokratieabbau, Steuersenkungen, Investitionsimpulse, Digitalisierung und Mobilität enthalten. „Man muss Bildung neu denken", fordert Schäffler, selbst Kandidat im Wahlkreis 134 (Minden-Lübbecke I). Bildung sei ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag und ihre Finanzierung auch eine Aufgabe des Bundes, unterstreicht Jasmin Wahl-Schwentker, Kandidatin im Wahlkreis 132 (Bielefeld-Gütersloh I). Wahl-Schwentker fordert zudem eine „Entfesselung der kleinen und mittleren Unternehmen", zum Beispiel durch die Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge, die für die betreffenden Betriebe eine doppelte Lohnabrechnung bedeute. Schäffler setzt darauf, dass die FDP im Bund einen Stimmenanteil von „neun Prozent plus x" und im Land NRW „zehn plus x" erreichen kann. Rund zehn Prozent im Bund würden wohl reichen, damit Schäffler (Platz neun der NRW-Liste) und Christian Sauter (15) in den Bundestag einziehen könnten. Sauter sieht viel Handlungsbedarf bei der kommunalen Finanzierung im ländlichen Bereich. In diesen Regionen die Mobilität auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, sei wichtig. „Wir dürfen die Technologie der Mobilität nicht vorschreiben", unterstreicht Sauter. Die Bandbreite müsse von der E-Mobilität über die Brennstoffzelle bis hin zu Wasserstoff- und Hybridmotoren gehen. Hermann Graf von der Schulenburg, Kandidat im Wahlkreis Höxter-Lippe II, sagt: „Das Leben und Arbeiten auf dem Land ist abhängig von der Digitalisierung." Zudem müssten Planungsverfahren bei Bauprojekten schneller werden. „Es kann nicht sein, dass wir 25 Jahre brauchen, um eine Umgehungsstraße von zehn Kilometern Länge zu bauen." Philip Winkler, Kandidat im Wahlkreis Gütersloh I, möchte auch in der Integrationspolitik vorankommen. „Es darf nicht sein, dass ein Geflüchteter nach sechs Monaten immer noch Däumchen dreht", sagt Winkler.

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