Der Anstaltsleiter der Abschiebeanstalt Büren-Stöckerbusch, Udo Wehrmeier, bei einem Rundgang mit der Bezirksregierung. - © Marc Köppelmann
Der Anstaltsleiter der Abschiebeanstalt Büren-Stöckerbusch, Udo Wehrmeier, bei einem Rundgang mit der Bezirksregierung. | © Marc Köppelmann

Büren Büren hat jetzt Platz für 120 Abschiebehäftlinge

Steigende Auslastung: Zusätzliche Erweiterung auf 140 Plätze wird bereits vorbereitet

Lothar Schmalen

Büren/Düsseldorf. Die Kapazitäten der Abschiebehaftanstalt in Büren ist von 100 auf 120 Plätze erhöht worden. Hintergrund ist die wachsende Auslastung der einzigen Abschiebehaft-Einrichtung in NRW. Sie lag 2016 durchschnittlich bei 58 Häftlingen am Tag. Am 24. Januar waren es 88. Jeder fünfte Fall in 2016 sei ein Ersuchen um Amtshilfe für andere Länder oder für die Bundespolizei gewesen, so Innenminister Ralf Jäger (SPD). Mittelfristig können die Kapazitäten in Büren auch noch weiter auf 140 Plätze aufgestockt werden. Vorbereitungen dazu liefen bereits, sagte Jäger. Bauliche Veränderung an der ehemaligen Justizvollzugsanstalt seien dafür nicht erforderlich. Der Mehrbedarf an Personal werde durch eine Mischung aus abgeordneten Beamten aus dem Justizvollzug, zusätzlichem privaten Sicherheitspersonal und auch mit eigens ausgebildetem Nachwuchs gedeckt. 62.906 abgelehnte Asylbewerber in NRW ausreisepflichtig Der Minister rechnet damit dass die Zahl der ausreisepflichtigen Flüchtlinge steigen werde. Aus NRW kehrten im Jahr 2016 insgesamt 26.611 Asylsuchende in ihre Heimat zurück, 5.125 davon taten dies nicht freiwillig, sondern mussten abgeschoben werden. Insgesamt sind derzeit in NRW 62.906 abgelehnte Asylbewerber ausreisepflichtig. Für die CDU sind die Ausbaupläne Jägers nicht ausreichend. Deren Vize-Fraktionsvorsitzender André Kuper (Rietberg) fordert eine Ausweitung auf 175 Plätze.

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