Der Zeuge Jakob Wendel beim Betreten des Gerichtssaals. - © Bernhard Preuss
Der Zeuge Jakob Wendel beim Betreten des Gerichtssaals. | © Bernhard Preuss

Detmold Ex-SS-Mann beim Auschwitz-Prozess: "Man wusste, was da läuft"

Verteidiger schlägt Ortstermin vor

Detmold. Nach zweistündiger Verhandlung und zwei zehnminütigen Unterbrechungen ist der sechste Prozesstag gegen den ehemaligen SS-Unterscharführer Reinhold Hanning zu Ende gegangen. Der 92-jährige Zeuge Jakob Wendel, der als SS-Sturmmann im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Einsatz war, hätte gern noch länger ausgesagt und sich von der Verteidigung befragen lassen, aber der Gesundheitszustand des 94-jährigen Angeklagten ließ eine Verlängerung des Verhandlungstages nicht zu. Das erklärte der Sachverständige, Bernd Meißnest, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie am LWL-Klinikum in Gütersloh, dem Gericht. Deshalb wird der Zeuge am nächsten Freitag wohl wieder die für ihn strapaziöse Reise von Karlsruhe nach Detmold antreten müssen, damit seine Befragung vor der Schwurgerichtskammer des Detmolder Landgerichts fortgesetzt werden kann...

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