Wollen sich um Parlamentssitze bewerben: Sozialrichter Friedrich Straetmanns möchte für die Linke 2017 in den Bundestag einziehen. Barbara Schmidt will auf die Liste zur Landtagswahl. Foto: Marco Schreiber - © Marco Schreiber
Wollen sich um Parlamentssitze bewerben: Sozialrichter Friedrich Straetmanns möchte für die Linke 2017 in den Bundestag einziehen. Barbara Schmidt will auf die Liste zur Landtagswahl. Foto: Marco Schreiber | © Marco Schreiber

OWL Die Linke stellt personelle Weichen: Friedrich Straetmanns soll in den Bundestag

Die Sprecherin der Stadtratsfraktion der Linken in Bielefeld, Barbara Schmidt, in den Landtag

Marco Schreiber

OWL. Friedrich Straetmanns aus Bielefeld wird sich um einen Listenplatz der NRW-Linken zur Bundestagswahl 2017 bewerben. Die ostwestfälisch-lippischen Kreisverbände haben den 54-Jährigen in ihrer Mitgliederversammlung in Paderborn für die Wahl der Landesliste nominiert. Er ist damit Wunschnachfolger für die Herforderin Inge Höger (65), die nach drei Legislaturperioden nicht mehr für den Bundestag kandidiert. Straetmanns ist Richter am Sozialgericht Detmold und ist über die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) 2007 zur Linken gekommen. Bis zur Gründung der WASG 2005 war Straetmanns nach eigenen Angaben 20 Jahre in der SPD. Er habe die Partei verlassen, weil die SPD mit der Hartz-Gesetzgebung das Thema soziale Gerechtigkeit aufgegeben habe, so Straetmanns, der auch dem Ehrenrat von Arminia Bielefeld angehört. Endgültge Entscheidung fällt in Landesdelegiertenversammlungen Ins Rennen um einen Listenplatz für die Landtagswahl schickt die ostwestfälische Linke Barbara Schmidt, ebenfalls aus Bielefeld. Schwerpunkt der 61-jährigen Wahlkreismitarbeiterin der bisherigen Bundestagsabgeordneten Höger ist die Kommunalpolitik. Sie wolle sich vor allem für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen einsetzen, so Schmidt. Seit 2009 hat die Diplomsoziologin den Fraktionsvorsitz der Linken im Rat der Stadt Bielefeld inne. Kommunalpolitische Erfahrung hat sie auch in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe sammeln können. Dort ist sie Kosprecherin ihrer Fraktion. Im Landtag möchte sie sich für eine Vermögenssteuer einsetzen: „Wer die nicht einführt, darf nicht sagen, er hätte kein Geld für die Kommunen."Die Liste für die Landtagswahl 2017 wird bei einer Landesvertreterversammlung im Dezember aufgestellt, über die NRW-Liste für den Bundestag entscheidet die Linke im Februar 2017. Die Zeit bis zur Aufstellung der Landeslisten wollen Schmidt und Straetmanns nutzen, in der Partei für sich und ihre Positionen zu werben. Bei der Wahl 2012 hat es die Linke nicht in den Landtag geschafft. Bei ihrer Versammlung im Paderborner Deelenhaus bereiteten die 85 stimmberechtigten Teilnehmer auch den Bundesparteitag im Mai in Magdeburg vor und bestimmten ihre Delegierten. Auf dem Parteitag soll es vor allem um die Themen Flucht und die Bekämpfung ihrer Ursachen, um soziale Gerechtigkeit sowie die Beendigung von militärischen Auslandseinsätzen gehen. Außerdem steht die Neuwahl des Parteivorstands an, für den Katja Kipping und Bernd Riexinger erneut kandidieren.

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