Sitzordnung: Reinhold H. (2), die Verteidiger Johannes Salmen (3) und Andreas Scharmer (1), Richterin Anke Grudda (4), die Staatsanwälte Andreas Brendel (5) und Ralf Vetter (6), die Nebenkläger mit Thomas Walther (10) und Cornelius Nestler (11). In der Mitte die Zeugen, darunter Erna de Vries (7), Justin Sonder (8) und Leon Schwarzbaum (9). - © Montage: Thomas Löhrig
Sitzordnung: Reinhold H. (2), die Verteidiger Johannes Salmen (3) und Andreas Scharmer (1), Richterin Anke Grudda (4), die Staatsanwälte Andreas Brendel (5) und Ralf Vetter (6), die Nebenkläger mit Thomas Walther (10) und Cornelius Nestler (11). In der Mitte die Zeugen, darunter Erna de Vries (7), Justin Sonder (8) und Leon Schwarzbaum (9). | © Montage: Thomas Löhrig

Detmold Der Auschwitz-Prozess in Detmold beginnt

Der Auftritt der Nebenkläger am Tag zuvor ist bewegend / Die Überlebenden sagen: „Es geht um Gerechtigkeit“

Detmold. In einer bewegenden Pressekonferenz in Detmold haben drei Nebenkläger deutlich gemacht, dass der heute beginnende Auschwitz-Prozess vor dem Detmolder Landgericht eine längst überfällige Korrektur jahrzehntelangen Justizversagen ist. Verantworten muss sich der 94-jährige Reinhold H. aus Lage, der als ehemaliger SS-Wachmann der Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen beschuldigt wird.Vor zahlreichen Journalisten aus dem In- und Ausland äußerten sich die Auschwitz-Überlebenden Erna de Vries (92), Leon Schwarzbaum (95) und Justin Sonder (90) zu ihren schrecklichen Erlebnissen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.Christoph Heubner, Vize-Präsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, bewertete „Auschwitz als entsetzlichsten Ort der Menschheitsgeschichte". Laut Heubner waren in Auschwitz etwa 8.200 SS-Leute im Lager tätig und an den Morden beteiligt. Etwa 6...

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