Einst SS-Ausbildungsstätte: Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 bis 1945. - © Kreismuseum Wewelsburg
Einst SS-Ausbildungsstätte: Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 bis 1945. | © Kreismuseum Wewelsburg

OWL NS-Gedenkstätte: Mehr Besucher in der Wewelsburg

Die Einrichtungen in NRW verzeichnen ein steigendes Interesse

Lothar Schmalen

Büren/Köln. In Nordrhein-Westfalen verzeichnen die Mahn- und Gedenkstätten in Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus stabile und teilweise steigende Besucherzahlen. Das gilt auch für die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg in Büren. Die Besucherzahl stieg im Jahr 2015 nach Angaben des Kreismuseums von rund 48.200 auf mehr als 52.000. In der deutschlandweit einzigen Dreiecksburg aus den 17. Jahrhundert, die während der NS-Zeit als Ausbildungsstätte der SS genutzt wurde, ist neben dem Kreismuseum eine NS-Dokumentationsstätte untergebracht. Eine Dauerausstellung beleuchtet die Geschichte der einstigen NS-Kultstätte und erinnert an die Opfer der 1939 in der Nähe errichteten KZ-Lagers Niederhagen, in dem während der drei Jahre seines Bestehens mehr als 1.200 osteuropäische Zwangsarbeiter durch Mord, Folter und Hunger ums Leben kamen. Vergleichsweise klein ist die in einer ehemaligen Zwangsarbeiter-Baracke untergebrachte NS-Dokumentationsstätte „Stalag 326" in Schloß Holte-Stukenbrock. Hier stieg die Zahl der Besucher von 2.000 auf 3.000. Ein Grund für die höhere Aufmerksamkeit dürfte der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck im Mai 2015 anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes gewesen sein. Eine besonders starke Steigerung des Besucherinteresses verzeichnete das NS-Dokumentationszentrum im sogenannten EL-DE-Haus in Köln. In dem ehemaligen Gestapo-Gefängnis stieg die Zahl der Besucher von 63.000 auf 77.000. Rund zwei Drittel der Besucher sind Schulklassen.

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