Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl Josef Laumann (CDU) schlägt Alarm: Weil gesetzlich Versicherte bei Hilfsmitteln immer mehr dazuzahlen müssen, fasst er eine Gesetzesänderung ins Auge. - © dpa
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl Josef Laumann (CDU) schlägt Alarm: Weil gesetzlich Versicherte bei Hilfsmitteln immer mehr dazuzahlen müssen, fasst er eine Gesetzesänderung ins Auge. | © dpa

Bielefeld Gesetz soll Abzocke bei Pflegehilfsmitteln stoppen

Zuzahlung: Der Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann fordert ein Eingreifen der Politik, damit Kassenpatienten ohne Aufzahlung gute Ware bekommen

Berlin. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl Josef Laumann (CDU) schlägt Alarm: Weil gesetzlich Versicherte bei Hilfsmitteln immer mehr dazuzahlen müssen, fasst er eine Gesetzesänderung ins Auge. „So, wie es ist", sagt Laumann, „kann es nicht bleiben." Ob Brille oder Hörgerät, Rollator, Elektroroller oder Windel: All diese Produkte sind sogenannte Hilfsmittel. Der Arzt kann sie Patienten verordnen. Die Krankenkasse übernimmt den größten Teil der Kosten. Zehn Prozent, aber höchstens zehn Euro, muss der Patient zuzahlen. So die Theorie. In der Praxis werden die Versicherten indirekt heftig zur Kasse gebeten. Am Beispiel von Windeln, Fachausdruck „aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel" zeigt sich die teils versichertenfeindliche Praxis mancher Kassen. Die nutzen eine gesetzliche Möglichkeit zum Sparen und schreiben die Versorgung aus...

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