Schnee im Höllental - © Foto: Patrick Seeger
Lkw stauen sich auf der B31 im Höllental im Schwarzwald. | © Foto: Patrick Seeger

Wintereinbruch Zahlreiche Unfälle bei Schnee und Glatteis

Offenbach/Berlin - Wintereinbruch zum Wochenauftakt: Schneefälle und überfrierende Nässe haben am Montag im Süden und Norden Deutschlands wieder zu etlichen Verkehrsunfällen geführt. Die meisten Karambolagen gingen glimpflich aus.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 3 zwischen Kitzingen und Wiesentheid in Nordbayern erlitt am Montagmorgen allerdings ein 41 Jahre alter Mann lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde eingeklemmt, als ein Transporter auf einen Lastwagen auffuhr, wie die die Polizei mitteilte. Die Ursache war zunächst unklar.

In Oberfranken, der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns führte Schneefall zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Als Ursache sieht die Polizei in den meisten Fällen überhöhte Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn. Der Deutsche Wetterdienst meldete am Montagmorgen weiterhin Glätte und Schneefall für Bayern. Für die Nacht auf Dienstag werden Frost und überfrierende Glätte erwartet.

Glatte Straßen führten am frühen Montagmorgen auch in Schleswig-Holstein zu mehreren Unfällen. Die Autobahn 7 musste zwischen Flensburg und Tarp gesperrt werden, nachdem ein Kleintransporter in die Leitplanke gefahren war. Ein nachfolgender Lastwagen landete bei einem Ausweichmanöver in der Böschung. Insgesamt krachte es in der Nacht und am Morgen gut zehn Mal. Meist blieb es nach Angaben der Polizei bei Blechschäden.

Fotostrecke

Bereits am Sonntagabend kam es auf den Autobahnen in Oberfranken und auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zu zwölf Karambolagen, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Bei zwei Unfällen zogen sich drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen zu.

Der Schneefall hatte am Sonntagnachmittag eingesetzt. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich allein auf den Autobahnen im Raum Hof und Bayreuth acht Verkehrsunfälle. Die Feuerwehr musste mindestens 30 Mal ausrücken, um die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.

Auch in anderen Regierungsbezirken kam es wegen des Wintereinbruchs zu Unfällen und Behinderungen. In der Oberpfalz ereigneten sich mindestens 20 Unfälle, Polizei und Feuerwehr mussten mehr als 50 Mal wegen umgestürzter Bäume und anderer Verkehrsbehinderungen ausrücken.

In den Mittelgebirgen war bereits am Sonntag der Winter eingezogen, etwa auf dem Brocken und in den Kammlagen des Harzes. Am Erbeskopf im Hunsrück rutschten erstmals in diesem Herbst Kinder mit Schlitten einen Rodelhang hinunter. Rund um den mit 816 Metern höchsten Berg von Rheinland-Pfalz waren bereits Räumfahrzeuge auf schneebedeckten Straßen unterwegs.

Copyright © Neue Westfälische 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group