Donald Trump - © Foto: Pablo Martinez Monsivais/Archiv
Der US-Präsident Donald Trump besucht die Krisenregion Florida. | © Foto: Pablo Martinez Monsivais/Archiv

Gespräch mit Sturmopfern Trump fliegt erstmals in die Katastrophenregion in Florida

Washington - Der US-Präsident in der Krisenregion Florida: In dem von Hurrikan «Irma» verwüsteten Bundesstaat will sich Donald Trump über die Aufräumarbeiten informieren und mit Sturmopfern sprechen, wie das Weiße Haus mitteilte. Er besucht demnach Fort Myers und Naples im Südwesten Floridas.

Der Präsident sollte am Donnerstag um 10.40 Uhr Ortszeit (16.40 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit) in Fort Myers eintreffen. Dort will er sich zunächst über Hilfsmaßnahmen und Aufräumarbeiten informieren lassen. Vizepräsident Mike Pence begleitet ihn.

Anschließend fliegt Trump in das 70 Kilometer entfernte Naples, wo er am Mittag mit Betroffenen des Hurrikans zusammentreffen will. Am Nachmittag fliege der Präsident von Fort Myers aus zurück nach Washington, hieß es. Trump und First Lady Melania sind am Abend dann Gastgeber des Abendessens einer gemeinnützigen Organisation.

«Irma» war am Sonntag und Montag über Florida und die Nachbarbundesstaaten hinweggezogen und hatte schwere Zerstörungen hinterlassen. Trump schrieb auf Twitter: «Durch die Verwüstungen von Irma und Harvey werden Steuersenkungen und eine Steuerreform mehr gebraucht, als jemals zuvor. Los Kongress, los!»

Fotostrecke

Die von Trump besuchte Küstenregion ist normalerweise ein bevorzugtes Ziel für Urlauber, insbesondere für Senioren, die warmes Wetter und Sonnenuntergänge suchen. Derzeit räumen Bewohner noch immer Trümmer von den Straßen und leiden unter Stromausfällen. Bei Temperaturen bis zu 33 Grad gibt es damit vielerorts auch keine funktionierenden Klimaanlagen.

Am Mittwoch waren in einem Altenheim in Südflorida nach dem Ausfall der Klimaanlage acht Senioren gestorben. Die Zahl der US-Toten durch «Irma» stieg damit auf 21. Der Sender ABC berichtete sogar von mindestens 30 Toten.

Das Altenheim in der Stadt Hollywood nördlich von Miami hatte eigentlich bereits wieder Strom, jedoch hatte ein umgefallener Baum den Transformator der Klimaanlage zerstört. In dem Heim hätten ofen-ähnliche Temperaturen geherrscht, berichtete die «New York Times». Rettungskräfte brachten 158 Bewohner des Heims aus dem Gebäude. Vier Senioren wurden bereits tot aufgefunden, weitere 40 kamen in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Vier von ihnen starben dort. Obduktionen sollten die genaue Todesursache klären.

Insgesamt waren am Mittwochabend noch 81 der etwa 700 Pflegeheime in Florida auf Generatoren angewiesen, weil die Stromversorgung noch nicht wieder hergestellt werden konnte, wie eine Sprecherin der «Florida Health Care Association» der Deutschen Presse-Agentur sagte. In Miami Beach wurden nach dem Vorfall in Hollywood 79 Menschen aus einem Heim in Sicherheit gebracht, nachdem ein Generator ausgefallen war, berichtete die «New York Times».

Copyright © Neue Westfälische 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group