Frontplatte - © Foto: Rene Werner/IDA NewsMedia.
Die zerstörte Frontplatte des Fahrscheinautomaten. | © Foto: Rene Werner/IDA NewsMedia.

Opfer war polizeibekannt 31-Jähriger stirbt bei Sprengung von Fahrscheinautomat

Dortmund - Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten ist auf dem Bahnhof in Dortmund-Scharnhorst der mutmaßliche Täter ums Leben gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 31-Jährige, der am frühen Dienstagmorgen schwerste Gesichtsverletzungen erlitt, die Tat verübt hat.

Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann starb noch auf dem Bahnsteig. Es ist nicht der erste Todesfall im Zusammenhang mit einer Automatensprengung. Der Bahnverkehr zwischen Dortmund und Hamm war für Stunden gestört.

Ein möglicher Komplize wurde festgenommen, später aber wieder frei gelassen. Ein dringender Tatverdacht bestand nicht. Der 26-Jährige hatte nach Angaben der Ermittler eine Beteiligung bestritten. Er habe vorher mit dem 31-Jährigen Alkohol getrunken. Später habe er ihn zufällig am Bahnhof wiedergesehen. Als er die Explosion hörte, habe er um Hilfe gerufen. Die beiden Männer aus Dortmund sind polizeibekannt, vor allem wegen Diebstahls.

Die Explosion hatte die Anwohner des Bahnhofs kurz nach zwei Uhr morgens aus dem Schlaf gerissen. Das Landeskriminalamt in Düsseldorf warnte vor den Konsequenzen solcher Taten. «Der tödliche Fall in Dortmund hat gezeigt, wie gefährlich Sprengungen sind», sagte LKA-Sprecher Frank Scheulen. Der genaue Zündzeitpunkt könne von Kriminellen nicht exakt vorherbestimmt werden. Auch Passanten seien gefährdet. Das gelte auch für Sprengungen von Geld- oder Zigarettenautomaten.

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Vor gut einem Jahr war ein 29-Jähriger im Münsterland beim Versuch, einen Kondomautomaten zu sprengen, ums Leben gekommen. Der Mann hatte gemeinsam mit zwei Bekannten in Schöppingen einen Sprengsatz am Automaten befestigt und von einem vermeintlich sicheren Platz im Auto aus gezündet. Der 29-Jährige hatte die Beifahrertür noch nicht geschlossen, als es knallte. Ein abgesprengtes Stück Stahl traf ihn am Kopf.

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