Paderborn/Berlin Regisseur aus Paderborn erobert das Kino

Felix Fuchssteiner im Interview über seinen Film "Rubinrot"

Regisseur aus Paderborn erobert das Kino - © Kultur
Regisseur aus Paderborn erobert das Kino | © Kultur

Paderborn/Berlin. Er hat klein angefangen: Mit der Super 8-Kamera auf dem Schulhof in Paderborn. Darauf folgten Kino-Produktionen, die vielen Preise gewannen - aber nicht die Kinocharts stürmten. Mit dem Film "Rubinrot" stellt sich für den Regisseur Felix Fuchssteiner (37) nun auch der kommerzielle Erfolg ein. Ralf T. Mischer hat mit dem gebürtigen Paderborner gesprochen.

Herr Fuchssteiner, Paderborn und Film, das ist wie Berlin und Flughafen, oder?
FELIX FUCHSSTEINER: Sie meinen, das passt nicht zusammen? Ich bin ja der lebendige Beweis dafür, dass auch Paderborner Kinofilme machen können. Ich habe in Paderborn mein Abitur gemacht. Ich wusste schon immer, dass ich später Filme machen machen möchte. Das ist die Faszination für Geschichten und für Bilder, die einen auch in Paderborn befallen kann. In der Schule habe ich schon Filme gedreht, mit den Klassenkameraden als Schauspielern. Den letzten kurz vorm Abi.

Information
  • Regisseur Felix Fuchssteiner absolvierte ein Regie-Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München.
  • Mit "Rubinrot", derzeit auf Platz sechs der Kinocharts, wagte er sich erstmals an eine Romanverfilmung. 
  • Film-Vorlage ist "Rubinrot", erster Band der Fantasy-Trilogie "Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier.
  • Es wurde in 27 Sprachen übersetzt. (rtm)
      


Felix Fuchssteiner wurde in Paderborn geboren und lebt in Berlin. - © FOTO: FREDERIK GRABBE
Felix Fuchssteiner wurde in Paderborn geboren und lebt in Berlin. | © FOTO: FREDERIK GRABBE

Worum ging es da?
FUCHSSTEINER: Um das Verschwinden eines Menschen in der virtuellen Existenz.

Anzeige

Klingt prophetisch. Wann war das?
FUCHSSTEINER: 1995. Da war das schon ein spannendes Thema.

Wie lang war der Weg von der ostwestfälischen Provinz in die Film-Metropole Berlin?
FUCHSSTEINER: Noch vor dem Abitur habe ich mich an der Filmhochschule München beworben. Nach dem Studium dauerte es aber noch verdammt lang bis zum ersten Kinofilm. Da braucht man viel Ausdauer. Du nimmst zehn Projekte in Angriff - und eines davon wird vielleicht was. Das kann auch frustrierend sein.

Aber auch beglückend?
FUCHSSTEINER: Natürlich. Wenn sich irgendwann doch der Erfolg einstellt und man den Film realisieren kann, dann ist das ein tolles Gefühl. Wenn man dann noch einen Genrefilm wie "Rubinrot" realisieren kann, ist das etwas ganz besonderes. Hierzulande gibt es leider viel zu wenig Filme, die die Beschränkungen der Realität hinter sich lassen und eine völlig neue Welt schaffen. Als Regisseur einen Film wie "Rubinrot" zu machen - mit Fechtszenen, Stunts, Spezialeffekten, historischen Kostümen - das ist schon ein großes Glück.

Anzeige
Seite 1 von 2
nächste Seite
Teilen

Kommentare

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.

Anzeige
Anzeige
realisiert durch evolver group