Stadtbibliothek präsentiert "Phäaken-Gespräche" - © FOTO: SARAH JONEK
Stadtbibliothek präsentiert "Phäaken-Gespräche" | © FOTO: SARAH JONEK

Im literarischen Dialog mit Abbas Khider

Stadtbibliothek präsentiert "Phäaken-Gespräche"

Bielefeld (sig). Sie stammen aus aller Welt, die Schriftsteller, die sich auf Einladung des Netzwerkprojekts "literaturland westfalen" anlässlich der Veranstaltungsreihe "Phäaken-Gespräche" (benannt nach dem gastfreundlichen Seefahrervolk aus Homers "Odyssee") zusammengefunden haben. Das Konzept: Die Autoren stellen in verschiedenen Städten und Gemeinden in Westfalen nicht nur ihre Werke vor, sondern berichten zudem davon, wie es in ihren Heimatländern um die Bedeutung der Literatur bestellt ist.

Als Gast-Autor der Gesprächsreihe stellt sich am Montag, 25. März, ab 20 Uhr Abbas Khider, ein deutscher Schriftsteller mit irakischen Wurzeln, in der Stadtbibliothek Bielefeld dem literarischen Dialog. Mit 19 Jahren wurde Khider wegen seiner politischen Aktivitäten gegen das Regime Saddam Husseins in seiner Heimat verhaftet und verbüßte eine zweijährige Haftstrafe. 1996 floh er aus dem Irak. Als illegaler Flüchtling lebte er mehrere Jahre in verschiedenen Ländern. Seit 2000 lebt Khider in Deutschland. In München und Potsdam studierte er Literatur und Philosophie. Seine Romane "Der falsche Inder" (2008) und "Die Orangen des Präsidenten" (2011) wurden mehrfach ausgezeichnet. Khider verfasste sein Werk von der ersten bis zur letzten Zeile auf Deutsch.

Anzeige

Auch bei seinem aktuellen Werk "Brief in die Auberginenrepublik", aus dem Khider am 25. März in der Stadtbibliothek vorlesen wird, ist der Autor der deutschen Sprache treu geblieben. Der Roman erzählt die Reise eines Liebesbriefes von Bengasi nach Bagdad. Ein Netzwerk von illegalen Briefboten hilft bei der Zustellung des Schriftstücks, das auf seiner Reise so manch gefährlichen Zwischenstopp einlegt. "Auch in diesem Werk ist der melancholische Grundton des Autors unverkennbar. Dabei ist es Khider wichtig, dass seine Werke authentisch und nicht autobiografisch verstanden werden", sagt Harald Pilzer, Direktor der Stadtbibliothek, der neben Khider auch Wolfgang Herles als Moderator der Bielefelder Veranstaltung begrüßen darf.

Anzeige
Teilen

Kommentare

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.

Anzeige
Anzeige
realisiert durch evolver group