Wichtig: Ein Vorsorgetermin beim Arzt. - © picture alliance / dpa-tmn
Wichtig: Ein Vorsorgetermin beim Arzt. | © picture alliance / dpa-tmn

OWL Viele Männer drücken sich vor Krebsvorsorge

In Westfalen-Lippe war im Vorjahr nicht einmal jeder Vierte der betroffenen Altersgruppe bei den Untersuchungen. Bei Frauen ist der Anteil höher, aber auch rückläufig, so die AOK Nordwest

Matthias Bungeroth

Bielefeld. Die Männer in Westfalen-Lippe haben bei der Wahrnehmung von Krebsvorsorgeuntersuchungen enormen Nachholbedarf. Das geht aus aktuellen Zahlen der AOK Nordwest mit Sitz in Dortmund hervor. „Nicht einmal jeder vierte Mann über 45 Jahre (22,9 Prozent) war im vergangenen Jahr bei der Krebs-Früherkennung", teilt die Krankenkasse mit. Die Inanspruchnahme sei im Vergleich zu 2015 (23,1 Prozent) sogar noch weiter gesunken. Bei den Frauen habe der Anteil zwar höher gelegen. „Hier nutzten immerhin 40,0 Prozent die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren." Allerdings sei auch bei ihnen ein Rückgang zu verzeichnen: 2015 betrug der Anteil noch 40,2 Prozent. In OWL liegen die Teilnahmequoten bei den Männern bei 23,1 Prozent, bei den Frauen bei 39,8 Prozent. Die AOK wirbt darum, dass die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen von den Versicherten besser genutzt werden sollten. „Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen", sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Seinen Angaben zufolge wurden in NRW 2014 insgesamt 108.296 Krebs-Neuerkrankungen und 51.396 Todesfälle erfasst. Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Bei Frauen beginnt dieser Anspruch bereits ab dem Alter von 20 Jahren.

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