Hackerkongress in Leipzig - © Foto: Sebastian Willnow
Einer von 15 000 Teilnehmern des 34. Chaos Communication Congress in Leipzig sitzt an seinem Laptop. | © Foto: Sebastian Willnow

Chaos Communication Congress Hackerkongress endet: Breiteres Programm, mehr Besucher

Leipzig - Zum Abschluss des Chaos Communication Congress (34c3) haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Um die 15.000 Besucher waren von Mittwoch bis Samstag in die Leipziger Messe gekommen, so viele wie noch nie.

Vier Tage ging es um Aspekte der IT-Security, aber auch um gesellschaftspolitische Themen. «In beiden Bereichen haben wir uns noch breiter aufgestellt, als im letzten Jahr», sagte Constanze Kurz, Sprecherin vom Chaos Computer Club (CCC).

Hacker präsentierten Sicherheitslücken, die sie aufspürten, etwa bei Stromtankstellen, im Online-Banking oder bei Staubsaugerrobotern. Zu den Gästen auf den Bühnen gehörten der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele oder Whistleblower Edward Snowden, der aus seinem Moskauer Exil zugeschaltet wurde. In vielen Vorträgen ging es aber auch die netzpolitische Lage in einzelnen Ländern, etwa in China, Nordkorea, Iran oder Saudi-Arabien.

Mit dem Motto «Tu wat» wollten die Veranstalter an den Gründungsaufruf des Clubs von 1981 erinnern, der aktuell sei «wie eh und je». So wolle man angesichts der massiven Veränderungen durch die Vernetzung nicht untätig daneben stehen. «Unser Motto wurde sehr stark mit Leben gefüllt», sagte CCC-Sprecher Linus Neumann.

Auffällig seien auch mehrere junge Gäste gewesen. «Ich habe den Eindruck, mehr Hacker haben ihre ganze Familie mitgebracht», sagte Kurz. Das sei gut: «Wir müssen ja auch unseren Hackernachwuchs zeugen.»

In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde der Kongress stets in Berlin oder Hamburg veranstaltet. Zur 34. Auflage fand er erstmals in Leipzig statt. Über den Austragungsort 2018 wird in den kommenden Monaten entschieden.

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