Peter Maffay - © Foto: Friso Gentsch
Peter Maffay fordert Konsequenzen. | © Foto: Friso Gentsch

Welle des Protests Echo-Eklat: Peter Maffay fordert Rücktritte

Berlin - Nach der umstrittenen Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang hat der Sänger Peter Maffay einen Rücktritt der Verantwortlichen gefordert.

«Zur Tagesordnung jetzt überzugehen, geht nicht. Es muss eine Aufarbeitung geben», schrieb Maffay am Montag auf seiner Facebook-Seite.

Die beiden Rapper waren bei der Echo-Verleihung vergangene Woche für einen Song ausgezeichnet worden mit den Zeilen: ««Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» und «Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow». Der verantwortliche Bundesverband Musikindustrie hatte nach einer Welle des Protests schließlich Änderungen am Konzept des Musikpreises angekündigt.

Das reiche nicht aus, kritisierte Maffay. «Die Konsequenz aus den Vorfällen sollte sein: Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren», schrieb er.

Die Verleihung sei gerade angesichts der deutschen Vergangenheit eine «Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land», so Maffay. Zudem habe sich der Echo zu einem reinen Vermarktungsmodell entwickelt. «Es geht um Geld, um Marktanteile und um Selbstdarstellung. Die Künstler selbst sind nur noch Statisten.»

Links zum Thema
Facebook-Eintrag Peter Maffay
Internetseite Echo

Copyright © Neue Westfälische 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group