Papst Franziskus + Martin Scorsese - © Foto: Osservatore Romano
Papst Franziskus im Gespräch mit Martin Scorsese. | © Foto: Osservatore Romano

«Silence» Papst empfängt Oscar-Preisträger Martin Scorsese

Rom - Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese, der in den 1980er Jahren mit einem «Christus»-Film scharfe Kritik auf sich zog, ist von Papst Franziskus empfangen worden.

Der Oscar-Preisträger sei am Mittwoch mit seiner Frau und zwei seiner Töchter in den Apostolischen Palast gekommen, teilte der Vatikan mit.

Scorsese war in Rom, um seinen neuen Film «Silence» Mitgliedern des Jesuiten-Ordens vorzustellen. Das Drama handelt von der Verfolgung jesuitischer Missionspriester in Japan im 17. Jahrhundert.

Papst Franziskus ist selbst Jesuit. In der 15-minütigen Privataudienz habe er seinen Besuchern erzählt, den Roman «Silence» aus dem Jahr 1966, auf dem der Film basiert, gelesen zu haben.

Der 74-jährige US-Amerikaner Scorsese ist Sohn sizilianischer Einwanderer und war in seiner Jugend Messdiener. Scorseses Film «Die letzte Versuchung Christi» (1988) war als «blasphemisch» kritisiert worden, weil der Filmemacher darin mit einigen Tabus brach: Er zeigte Jesus, der davon träumt, wie er mit Maria Magdalena hätte glücklich werden können. Konservative Christen hatten damals zum Boykott des Films aufgerufen.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group