Lädt ein zur Entschleunigung: Die Sängergemeinschaft Westerenger mit ihrem Chorleiter Michael Breitenstein. - © Alexandra Wilke
Lädt ein zur Entschleunigung: Die Sängergemeinschaft Westerenger mit ihrem Chorleiter Michael Breitenstein. | © Alexandra Wilke

Spenge Heimelige Stimmung im Budendorf

Zum achten Mal an der St. Martinskirche: Spenger Weihnachtsmarkt lockt viele Besucher an

Alexandra Wilke

Spenge. Weihnachten ist nur noch wenige Tage entfernt. Und obwohl das für alle heißen sollte, dass langsam Entschleunigung eintritt, geht für manchen der eigentliche Stress doch erst richtig los: Die letzten Geschenke fehlen noch, der Baum dürfte geschmückt werden und die Pläne für das Weihnachtsessen müssten ebenfalls konkretisiert werden. „Wir möchten Sie deshalb dazu einladen, hier für einige Minuten zur Ruhe zu kommen und darüber nachzudenken, was uns die Weihnachtslieder inhaltlich mit auf den Weg geben", sagte Chorleiter Michael Breitenstein von der Sängergemeinschaft Westerenger. Viele Aktive gestalten Programm Zu hören waren seine Worte am Samstagnachmittag in der St. Martinskirche sowie – dank technischer Verstärkung – bei einem Gang durch das heimelige Hüttendorf drum herum. Die Stadt Spenge, die Evangelische Kirchengemeinde, viele Vereine und Aktive haben wieder Hand in Hand gearbeitet, um mit dem achten Weihnachtsmarkt am Gotteshaus auf die Feiertage einzustimmen. Eröffnet wurde der Weihnachtsmarkt am Samstagnachmittag von Bürgermeister Bernd Dumcke und Pastorin Brigitte Janssens, die insbesondere hervorhoben, dass die Veranstaltung von der Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher lebt. „Wir sind stolz darauf, dass es uns jedes Jahr gelingt, neue Akzente zu setzen", erklärte Janssens in ihrer Ansprache. Und Dumcke wünschte allen Besuchern eine schöne besinnliche Zeit rund um die Martinskirche: „Genießen Sie es!" Dazu lud die Kombination aus 18 weihnachtlich geschmückten Holzhütten, aufwendig inszenierten Weihnachtsbäumen, dem Duft nach Glühwein und gebrannten Mandeln sowie dem vielfältigen musikalischen Programm mit heimischen Chören und Musikensembles ein. Rock-Pop und Balladen Die angekündigten neuen Akzente innerhalb dieses Musikprogramms bot am Samstag etwa das Duo „Feelacoustic", das im Zelt Songs aus Rock-Pop und Balladen präsentierte, sowie die „Paulussingers" mit ihrer Einladung zu einem offenen Singen. Auf die kleinen Besucher warteten außerdem ein Kettenkarussell und das Eisstockschießen. Und der Nikolaus hatte seinen Besuch für Sonntagnachmittag angekündigt. Für die Stärkung zwischendurch hatten die Veranstalter in aller Fülle gesorgt. Gegen kalte Hände und Füße sei entweder ein Abstecher in das Gemeindehaus mit einem umfangreichen Kuchenbuffet empfohlen oder zum Beispiel die „heiße Helene". „Die heiße Helene ist Birnensaft mit Weißwein, Birnenlikör, Sahne und Schokolade", erläuterte Conny Streitner von den Landfrauen Spenge. Besucherin Christa Gerdener probierte gleich einmal. „Schmeckt sehr gut", lautete ihr Urteil. Viel Kunsthandwerk Wieder aufgewärmt bot sich den Besuchern in den Hütten ein breites Angebot an Selbstgemachtem und Kunsthandwerk. Ein Hingucker waren etwa die Engel mit Schal und Mützchen von Nicole Dix. „Ich habe die Engel immer für mich hergestellt und fand die für die Weihnachtszeit so schön. Hier werde ich mal gucken, ob andere das auch so sehen", sagte sie schmunzelnd. Sie war eine von insgesamt 34 Standbetreibern, die den Spenger Weihnachtsmarkt mit seiner heimeligen Atmosphäre zu etwas Besonderem machten.

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