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Paderborn Paderborner Güldenpfennig baute den Hamburger Dom

Bekannter Baumeister: Arnold Güldenpfennig schuf auch die Herz-Jesu-Kirche

Jochem Schulze

Paderborn. Über den Paderborner Dom muss an dieser Stelle nichts erzählt werden. Das Gotteshaus ist stadtbildprägend und für die Katholiken im Erzbistum identifikationsstiftend. In Hamburg ist die Situation eine andere. Dieses Erzbistum ist erst im Jahr 1995 wieder errichtet worden. Die Kathedral-Kirche der Diaspora-Diözese, der St. Marien-Dom, aber besitzt eine besondere Beziehung zu Paderborn. Denn der Backsteinbau mit zwei Türmen und einer wuchtigen Portalfront wurde in den Jahren von 1889 bis 1893 nach den Plänen des Paderborner Kirchenbaumeisters Arnold Güldenpfennig errichtet. Die St. Marien-Kirche war damals der erste katholische Kirchenneubau in der Hansestadt seit der Reformation. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde der St. Marien-Dom erheblich umgebaut. In der Krypta wurde - wie in Paderborn seit Jahrhunderten üblich - die Grabstätte der Bischöfe eingerichtet. Allerdings ist im Hamburger Dom inzwischen nicht nur für verstorbene Würdenträger Platz. Am 15. August 2012, dem Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, ist in St. Marien eine Urnengrabstätte mit insgesamt 1.566 Plätzen für "Normalsterbliche" eingeweiht worden. Dieses Kolumbarium wird gut angenommen. Arnold Güldenpfennig hat aber auch im Paderborner Stadtbild Spuren hinterlassen. Der gebürtige Warburger, der 1908 im Alter von 77 Jahren in Paderborn starb, schuf auch die Herz-Jesu-Kirche am Westerntor und das Mutterhaus der Vinzentinerinnen am Busdorf. Auch die inzwischen renovierte Langenohl-Kapelle auf dem Ostfriedhof geht auf den Dombaumeister zurück. Haben Sie auch eine Frage, liebe Leserinnen und Leser? Dann schreiben Sie uns eine Mail unter paderborn@nw.de oder per Post an die Gertrud-Gröninger Straße 12 in 33102 Paderborn. Wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und veröffentlichen Antworten immer montags an dieser Stelle.

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