Ein gefragter Mann: Hans-Joachim Grote. - © Innenministerium SH
Ein gefragter Mann: Hans-Joachim Grote. | © Innenministerium SH

Paderborn Paderborns "Mister Gartenschau" ist jetzt Innenminister

Hans-Joachim Grote: Wie ein Paderborner in Schleswig-Holstein Politikkarriere macht

Jochem Schulze

Paderborn. Ein Paderborner, der 19 Jahre lang die Geschicke der Stadt Norderstedt geleitet hat, ist seit Juni Innenminister des Landes Schleswig-Holstein. Hans-Joachim Grote ist in Paderborn immer noch als "Mister Gartenschau" bekannt. Denn nach der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt in der Stadtverwaltung machte der Reismann-Abiturient die Landesgartenschau 1994 als Geschäftsführer zu einem nachhaltigen Erfolg, leitete anschließend mehrere kommunale Gesellschaften und ging 1995 als Baudezernent nach Norderstedt. Dort zum Bürgermeister gewählt, holte er 2011 die Landesgartenschau in die fünftgrößte Stadt des Landes Schleswig-Holstein. Vor der Landtagswahl im Mai berief der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther Grote in sein Kompetenzteam. Jetzt führt Günther eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen. "Das ist ein interessanter Politikansatz und erfordert ein neues Denken", sagt Grote, der vor 41 Jahren noch in Paderborn in die CDU eingetreten war, parteipolitisch aber nie Ambitionen hegte. Der 62-Jährige, dessen Elternhaus am Von-Vincke-Weg an der Schönen Aussicht steht, besucht seine Heimatstadt noch regelmäßig. Der "Geruch der gebrannten Mandeln zu Libori" lässt einen Paderborner eben nicht los. Ebenso wenig wie die Landesgartenschau. Auch in Bad Lippspringe ist Grote demnächst noch zu Gast.

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