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Paderborn Paderborner Wiki: Wann das erste Rolandsbad entstand

Schwimmvergnügen: Für den Winterbetrieb war sogar eine Traglufthalle geplant

Jochem Schulze

Paderborn. Der NW-Bericht über den Rechtsstreit um die Renovierung des Rolandsbades hat Leser nach den Anfängen dieses Freibades fragen lassen. Die städtische Anlage an der Rothe wurde am 17. Juli 1964 offiziell eröffnet. An diesem Tag fanden dort auch die Westdeutschen Meisterschaften statt. Der Badebetrieb war aber bereits früher freigegeben worden. Am ersten Öffnungstag wurden 2.500 Besucher gezählt. In der ersten Woche kamen insgesamt 17.000 Neugierige. Ab dem Jahr 1968 wurde über das Rolandsbad kontrovers diskutiert. Denn zahlreiche Badegäste und besonders auch der 1. Paderborner Schwimmverein forderten die Errichtung einer Traglufthalle. Kaiser-Karls-Bad So hätte das Schwimmerbecken mit seiner 50-Meter-Bahn auch in den Wintermonaten genutzt werden können. Schließlich stand in der kalten Jahreszeit nur das Kaiser-Karls-Bad für den Schwimmbetrieb zur Verfügung. 1972 hatte das Projekt Traglufthalle die politischen Gremien bereits beinahe passiert. Dann jedoch entschloss sich die Stadt zum Bau der "Schwimmoper". Die wurde 1978 eröffnet und war zu diesem Zeitpunkt das einzige Hallenbad in Ostwestfalen-Lippe mit einer 50-Meter-Bahn. Das in den Jahren 2006 und 2007 zwecks Renovierung geschlossene Rolandsbad aber besitzt noch einen Vorläufer. Von 1932 bis 1945 existierte nur wenige hundert Meter entfernt - auf dem Areal der heutigen Edith-Stein-Schule - eine Badeanstalt. Diese besaß ein 33-Meter-Becken, das durch einen eigens gebohrten Brunnen gespeist wurde. Die Anlage wurde in den letzten Kriegstagen weitgehend zerstört und später nicht wieder in Betrieb genommen. Haben Sie auch eine Frage, liebe Leser? Schreiben Sie uns unter paderborn@nw.de oder an die Gertrud-Gröninger Straße 12 in 33102 Paderborn. Wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und veröffentlichen Antworten immer montags an dieser Stelle.

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