Staunen und Rätseln: Der fünfjährige Raphael Meermeyer aus Borchen versucht herauszufinden, wie das dargestellte Märchen in der Ratsapotheke wohl heißt. - © Andreas Götte
Staunen und Rätseln: Der fünfjährige Raphael Meermeyer aus Borchen versucht herauszufinden, wie das dargestellte Märchen in der Ratsapotheke wohl heißt. | © Andreas Götte

Salzkotten Zahlreiche Besucher beim Martini-Markt in Salzkotten

Erweitertes Programm kommt bei den Besuchern des ältesten Volksfestes in Salzkotten gut an. Gute Stimmung trotz miesen Wetters

Andreas Götte

Salzkotten. Fieser Dauerregen, dazu nasskalte vier Grad - doch der Martini-Markt lockte am verkaufsoffenen Sonntag im Verlauf des Nachmittags wieder viele Besucher in die Sälzer Innenstadt. Überall, wo es warm und trocken war, ging es märchenhaft zu. In verschiedenen Geschäften durften die Kleinen an einem Märchenrätsel teilnehmen und raten, welches Märchen dargestellt wird. Der fünfjährige Raphael Meermeyer schaute sich in der Rats-apotheke Schneewittchen und die sieben Zwerge an. "Wir sind immer in Salzkotten, wenn etwas los ist, egal bei welchem Wetter", sagte Papa Stefan Meermeyer. Und genau das schien auch das Motto bei den vielen Besuchern zu sein. Fernab vom Kirmestrubel ging es bei den Märchenstunden verschiedener Sälzer Prominente sehr beschaulich zu. Überall lauschten die Kinder gespannt den Worten der Erwachsenen. Bürgermeister Ulrich Berger machte an beiden Tagen fleißig mit. Lara, Julian und Leila aus Schloß Neuhaus lauschten in der Sälzer Apotheke den märchenhaften Worten der stellvertretenden Bürgermeisterin Betty Keuper. "Wir sind zum ersten Mal bei Martini dabei", sagt Vater André Krause, bei dem die Märchenidee gut ankam. Während draußen am Eingang zum Marktplatz die hanseatischen Marktschreier mit flotten Sprüchen die Kunden zum Kauf animierten, präsentierte sich auch das Hüttendorf vor dem Rathaus in diesem Jahr von seiner märchenhaften Seite. Die Mitglieder der St.-Johannes-Pfarremeinde hatten bei den angebotenen Waren ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Der Erlös war für die neuen Kirchenglocken bestimmt. "Ich finde die Ausstellungen, die Handarbeiten und die Tombola interessant", sagt Hilde Cruse aus Herbram Wald. Im und um das Kuchenzelt der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) waren rund 30 fleißige Helferinnen und Helfer im Einsatz, um am Wochenende 90 Kuchen zu verkaufen. Anna Maria Athens gönnte sich ein Stück Moccatorte. "Ich bin jedes Jahr hier, der selbst gebackene Kuchen ist Pflicht", sagt die Hövelhoferin. Die Erweiterung des Programms und das märchenhafte Motto kam auch bei Märchenerzähler Ulrich Berger gut an. "Das lockt die Besucher nach Salzkotten", so der Bürgermeister. Für das nächste Jahr kündigte er ein anderes Motto an.

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