SAlzkotten-Verne Coverbands sorgen für ausgelassene Stimmung bei Salzkottener Scheunenrock

Flotte Feier bei Zinselmeier

Dietmar Gröbing

Salzkotten-Verne. Der Scheunenrock im Verner Hinterland ist ein bisschen wie Wacken. Nur kleiner. Und unbekannter. Verstecken muss sich die Festivallocation im Sälzer Regierungsbezirk dennoch nicht. Warum auch, macht doch das Programm der Musikscheune im Verner Ortsteil Enkhausen weiterhin von sich hören. Nachdem die Organisatoren vor wenigen Wochen ein ungleich größeres Spektakel in der Salzkottener Sälzerhalle lanciert hatten, kamen am Wochenende die Freunde des kleineren Scheunenrocks auf ihre Kosten. Und zwar anhand zweier Cover-Bands, die unterschiedliche Epochen der englischsprachigen Populärmusik rekapitulierten. Da waren einerseits die aus Augustdorf stammenden „Beat-Knights", die auf sich aufmerksam machten. Im Angebot hatte die vierköpfige Combo Musik aus den 60er-, 70er und 80er Jahren. Das beförderte automatisch Lieder der Rolling Stones, Status Quo, Golden Earring, ZZ Top und AC/DC auf die Playlist. Die Sprünge zwischen den Jahrzehnten bereiteten dem Quartett keine Probleme, hatte man doch in Steve Young einen chamäleonartigen Sänger in vorderster Front. Anpassungsfähig wie eh und je, wechselte Young je nach bedarf Stimmlagen und Lautstärken, Motivationen und Attitüden. Das Motto „Wiederhören macht Spaß" galt auch für die zweite Attraktion des Abends. Super-Queen veräußerten einerseits Songs der britischen Gruppe Queen. Andererseits intonierte man Vorlagen von Supertramp. Drei Musiker verteilten ihre Künste auf Saxofon, Keyboard, Gitarre und Schlagwerk. Obendrauf kam der Gesang, der abwechselnd nach Freddy Mercury und Rodger Hodgson klang. Ein Ding der Unmöglichkeit? Nicht für die Super-Queens, die mühelos zwischen den Genres oszillierten. Das tut man seit etlichen Jahren und hat folglich einen hohen Professionsgrad erreicht. „Mithilfe des Scheunenrocks wollen wir der Gattung und den entsprechenden Bands eine Plattform bieten" erklärt Ludwig Zinselmeier den Hintergrund des Events, das sich bestens ausgelastet zeigte. Der Vorsitzende des Rockmusikvereins und Inhaber der Lokation weist weiter darauf hin, dass es „keine vergleichbare Veranstaltungen in der Nähe gibt". Trotz der Monopolstellung in Sachen Rock will sich monetär niemand bereichern, sind doch „die Preise stabil und am unteren Limit", wie Zinselmeier abschließend zu Protokoll gibt.

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