Warm angezogen im Zelt: Heike (l.) und Irmi stoßen auf einen gelungenen Kinoabend an. - © Dietmar Gröbing
Warm angezogen im Zelt: Heike (l.) und Irmi stoßen auf einen gelungenen Kinoabend an. | © Dietmar Gröbing

Salzkotten Salzkottener Open-Air-Kino läuft unter Zelten ab

Mehr als 100 Menschen kommen trotz Dauerregen zum Upsprunger Bürgerhaus

Dietmar Gröbing

Salzkotten-Upsprunge. Echten Fans des Open-Air-Kinos ist die Witterung gleichgültig. Sie geben sich selbst bei wolkenverhangenem Himmel und Dauerregen dem cineastischen Freiluftvergnügen hin - wie am Freitag in Upsprunge. Der Platz vor dem örtlichen Bürgerhaus diente erstmals als überdimensionaler Kinosaal. Nach der Dreckburg also die gemeinhin als Parkplatz dienende Freifläche vor dem roten Ziegelsteinbau. Der Grund: Die Stadt Salzkotten möchte, so Bürgermeister Ulrich Berger, "die Dörfer stärker in das Geschehen der Sälzerstadt einbinden, weil sie über reizvolle Örtlichkeiten verfügen". Mehr als 100 Gäste fanden sich am Bürgerhaus ein, um die französische Komödie "Alibi.com" zu sehen. Den äußeren Bedingungen hatte man sich mit Regenjacken, Isomatten, festem Schuhwerk, dicken Pullovern und Decken angepasst. Wahlweise waren Regenponchos im Angebot. Unterschlupf fanden die Anwesenden in fünf Zeltbauten. "Eine Absage war keine Option", gab sich Thilo Pickartz kämpferisch. Der Marketingleiter des Paderborner Pollux-Kinos war vielmehr "stolz, das einzige überdachte Open-Air-Kino Ostwestfalens veranstalten zu können". Das bot Platz für rund 140 Menschen. "Nur fröhliche Gestalten" erblickte Salzkottens Bürgermeister und reihte sich in die Phalanx gut gelaunter Cineasten ein. Kein Wunder, wirkte der gereichte Glühwein doch den nasskalten Temperaturen bestmöglich entgegen. Ebenso wie heißer Kaffee und warme Speisen. Auf Weißwein setzten hingegen Heike und Irmi. Dem Duo aus Upsprunge war das Wetter "egal, denn wenn so etwas in der Nachbarschaft angeboten wird, muss man kommen". Darüber hinaus ist das Gespann Dauergast beim Sälzer Freiluftkino, das man "regelmäßig besucht". Wenn dann noch ein frankophiles Lustspiel zu sehen ist, kann nichts mehr schiefgehen: "Wenn die Franzosen etwas können, dann Komödien".

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