Stellen das Wallfahrtsprogramm vor: (v. l.) Annette Breische (Gemeindereferentin), Pastor Werner Beule (Wallfahrtsseelsorger), Andrea Koch (Gemeindereferentin), Manuel Klashörster (Vikar), Pfarrer Ekkehard Remmel (Krankenhausseelsorger), Wilhelm Rüther (Pastor Oberntudorf), Richard Schleyer (Diakon) und Pfarrer Martin Beisler. - © Johannes Büttner
Stellen das Wallfahrtsprogramm vor: (v. l.) Annette Breische (Gemeindereferentin), Pastor Werner Beule (Wallfahrtsseelsorger), Andrea Koch (Gemeindereferentin), Manuel Klashörster (Vikar), Pfarrer Ekkehard Remmel (Krankenhausseelsorger), Wilhelm Rüther (Pastor Oberntudorf), Richard Schleyer (Diakon) und Pfarrer Martin Beisler. | © Johannes Büttner

Salzkotten Wallfahrtzeit in Salzkotte-Verne beginnt

Programm vorgestellt: Mit neuen Angeboten von geistlicher Begleitung und offenen Gebeten sollen neue Zielgruppen angesprochen werden

Johannes Büttner

Salzkotten-Verne. Tausende Pilger besuchen alljährlich den Wallfahrtsort Verne. Sie besuchen das Gnadenbild Marias, nehmen an den Prozessionen teil und schöpfen in den Wallfahrtsmessen und Maiandachten neue Kräfte. Anlaufpunkte sind die Pfarr- und Wallfahrtskirche mit dem Altar „Maria, Unsere liebe Frau von Verne, die Trösterin der Betrübten " und die Kapelle am Brünneken. Traditionsgemäß wird in Verne die Wallfahrtszeit am 1. Mai von einem Mitglied des Paderborner Domkapitels eröffnet. In diesem Jahre wird es Weihbischof Matthias König sein. Der Festgottesdienst beginnt um 10.30 Uhr. Wie auch in den vergangenen Jahren findet an jeden Sonntag im Mai eine Prozession statt. Beginnend mit einer Feier ab 14.15 Uhr an der Kirche geht es in einer Prozession mit dem Gnadenbild zur Kapelle am Brünneken. Dort ist dann die Predigt. Anschließend geht die Prozession wieder zurück zur Kirche und es folgen Gebete vor dem Allerheiligsten und der Sakramentale Segen. Die Predigten werden in diesem Jahr gehalten von Manfred Grothe, Paderborn (7. Mai), Monsignore Uwe Wischkony, Hardehausen (14. Mai), Pastor Achim Hoppe, Paderborn (21. Mai) und Gemeindereferentin Marliese Dittrich, Paderborn (28. Mai). Am 28. Mai sind besonders Familien mit Kindern, insbesondere die Erstkommunionkinder, eingeladen. Predigt für alle Gruppen In der Wallfahrtskirche wird im Mai an den Werktagen dienstags, mittwochs und donnerstags um 15 Uhr eine Wallfahrtsmesse als Pilgeramt mit Predigt für alle Gruppen und Einzelpilger durchgeführt. Weiterhin ist im Mai jeden Abend um 19.30 Uhr Maiandacht in der Kirche, freitags in der Kapelle am Brünneken. Zudem besteht die Möglichkeit, jeden 1. Freitag im Monat in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr zu einen offenen Gebet vor der Muttergottes. Die Besucher sind eingeladen zur Stille, Gebet und Meditation. Es besteht die Möglichkeit, sich persönlich einen Segen zusprechen zu lassen. Zum Höhepunkt der Wallfahrtszeit gehört die Stadtwallfahrt aus Paderborn. Die Prozession findet am 2. Juli zum 254. Mal statt. Die Fußpilger aus Paderborn unter der Leitung von Generalvikar Alfons Hardt werden gegen 9.30 Uhr am Verner Dorfeingang begrüßt und feierlich zur Kirche geleitet. Auf dem Platz nördlich der Kirche beginnt gegen 10 Uhr die heilige Messe. Um 14 Uhr ist die feierliche Schlussandacht unter Mitwirkung der Chorgemeinschaft St. Bartholomäus. Eine besondere Messfeier findet am 10. September am Brünneken statt. Zur Teilnahme aufgerufen sind hier besonders Großeltern mit ihren Enkelkindern. Beginn ist im 16.30 Uhr. Auch für die ganz Kleinen gibt es eine Messe zu feiern. Am 20. Mai werden die Kindergartenkinder aus den sechs zum Pfarrverbund gehörenden Kindergärten sich an der Kirche treffen und dann gemeinsam ab 10 Uhr zum Brünneken gehen. Zahl der Pilger konstant Zwar ist die Zahl der Pilger in den vergangenen Jahren recht konstant geblieben, doch es sind in der Mehrzahl ältere Menschen, die den Wallfahrtsort Verne besuchen. Mit dem Ansprechen von neuen Zielgruppen, dem Angebot von geistlicher Begleitung und offenen Gebeten möchte der Pastoralverbund, bei Beibehaltung der Tradition, Verne im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung als Wallfahrtsort stärken. „Denn", so Pfarrer Martin Beiseler, „Verne ist ein Wallfahrtsort und ein geistliches und spirituelles Zentrum." Besonders lobend hob Beiseler bei der Gestaltung und Durchführung der Feierlichkeiten das ehrenamtliche Engagement von Vernes Schützen und Musikern sowie der Frauengemeinschaft hervor, sei es beim Tragen der Marienstatue, beim Musizieren, bei den Prozessionen oder dem Zubereiten der Pilgermahlzeiten. Dass Verne sich heute zu den ältesten lebendigen Wallfahrtsorten in Westfalen zählen kann, ist vermutlich auf einen Angehörigen des Verner Ministerialgeschlechtes zurückzuführen. Wilhard, so soll der Legende nach sein Name gewesen sein, hatte, im Gefolge des Sachsenkönigs Heinrich des Löwen im Jahr 1172 als Teilnehmer aus dem Kreuzzug in das Heilige Land ein Reliquiar mitgebracht, das dann verehrt wurde. Dieses Reliquiar aus Buchenholz befindet sich noch immer in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert stammenden Marienstatue.

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