Mit Speerspitzen zum Sieg: Die Delbrücker Damenriege gewinnt in kriegerischer Pose den Contest. - © Dietmar Gröbing
Mit Speerspitzen zum Sieg: Die Delbrücker Damenriege gewinnt in kriegerischer Pose den Contest. | © Dietmar Gröbing

Salzkotten Showtanz: Delbrücker "Shiva" gewinnt Contest in Tudorf

Beim Wettbewerb in Niederntudorf sichert sich das Ensemble den ersten Platz. Es folgen die Formationen aus Scharmede und Rödinghausen

Dietmar Gröbing

Salzkotten-Niederntudorf. Streng genommen war der Showtanzcontest nur das Vorspiel zu einer gigantischen After-Show-Party. Doch manchmal ist der Prolog spannender als der Hauptakt. Besonders, wenn er aus 100 jungen Tänzerinnen besteht. Das Großaufgebot zeigte am Samstag, was es choreographisch zu bieten hat. Zusammen kam man in der Niederntudorfer Kleeberghalle, die bis zum Anschlag gefüllt war. Circa 1.000 Zuschauer wollten teilhaben am 9. Showtanzcontest, der wie immer vom Tudorfer Kulturverein (tukuju) ausgerichtet wurde. Geladen hatten die Verantwortlichen zehn Formationen, die über mehrere Stunden um den Gesamtsieg konkurrierten. Neben bewährten Gruppierungen bekam der geneigte Gast neue Gesichter zu sehen. Diese reihten sich nahtlos in den Kanon vorhandener Bewegungsbereitschaft ein. Gemeinsam bildete die feminine Armada eine schlagkräftige Konkurrenz, die sich dem Votum von sechs Jurorinnen und Juroren stellte. Vier Damen und zwei Herren schauten genau hin, als die weiblichen Zusammenschlüsse ihre maximal sechsminütigen Darbietungen auf die Bühne brachten. Angetreten waren Showtanzgruppen aus Westenholz, Delbrück, Siddinghausen, Oberntudorf, Fürstenberg, Scharmede, Rödinghausen, Kallenhardt und Westerwiehe, wobei letztere Gemeinde zwei Ensembles auf die Reise schickte. Thematisch beackerten die Damen unterschiedliche Segmente, stellten mal Lebensbejahendes, mal Morbides auf die Beine. So trieb es die Mädels aus Siddinghausen auf den nächstgelegenen Friedhof, wo die untoten Wiedergänger erwachten. Siddinghäuserinnen und Westenholzerinnen zeigen Morbides Mit Vampiren wiederum hatte der Tanzblock aus Westenholz nichts am Hut. Stattdessen erwies man der verstorbenen Whitney Houston eine Hommage. Im Gegensatz dazu traf sich die Oberntudorfer Vereinigung an der Formel Eins Rennstrecke, während es die Roten Funken aus Fürstenberg nach Russland verschlug. Ferne Kontinente bereiste auch die Showtanzgruppe Shiva aus Delbrück. Der indigene Tanz rund um eine südamerikanische Mayakriegerin überstrahlte die Konkurrenz und landete schließlich auf dem ersten Platz. Mit Hilfe eines Ausflugs ins Dschungelcamp sicherte sich das Scharmeder Showballett Rang Zwei. Das Siegertreppchen komplettierten die Mädels aus Rödinghausen, deren schwungvolle Interpretation die drittbeste des Abends war.

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