Die Renovierung wäre zu teuer: Das Tudorfer Tennisheim musste gesperrt werden. Ein Neubau ist in Planung. - © Reinhard Peters
Die Renovierung wäre zu teuer: Das Tudorfer Tennisheim musste gesperrt werden. Ein Neubau ist in Planung. | © Reinhard Peters

Salzkotten-Niederntudorf Massiver Wasserschaden erfordert Neubau in Niederntudorf

Tennisheim in Niederntudorf: TSV will Neubau errichten und beantragt bei der Stadt eine Finanzspritze. Der Fachausschuss votiert für die Überarbeitung der Sportförderrichtlinie

Andreas Götte

Salzkotten-Niederntudorf. Der TSV Tudorf feiert im kommenden Jahr sein hundertjähriges Vereinsjubiläum und peilt nicht nur deshalb die Errichtung eines neuen Tennisheims an. Denn das alte Gebäude musste nach einem massiven Wasserschaden im Jahr 2016 für den Spielbetrieb gesperrt werden. Eine Renovierung ist wegen der hohen Kosten nicht möglich. Das hat ein Ortstermin der Stadt Ende Januar ergeben. Nach Angaben des Vereins wird ein neues Tennisheim vor allem für Kinder und Jugendliche benötigt, da es ihnen nicht zugemutet werden kann, das Trainingsgelände für einen Toilettengang während der Spiele oder des Trainings zu verlassen. Das neue Tennisheim umfasst einen Aufenthaltsraum mit einer überdachten Terrasse, einer kleinen Kochnische, Umkleiden, Toiletten sowie einem Geräte- und einem Technikraum. Die Kosten für den Neubau belaufen sich nach Schätzungen des Vereins auf rund 130.000 Euro. Dazu kommen noch die Eigenleistungen durch die Vereinsmitglieder. Mit verschiedenen Aktionen hat die Tennisabteilung des TSV bereits mehr als 7.000 Euro zusammenbekommen. Nach Angaben von Ludwig Bewermeier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, könnte die Stadt bei den Kosten für die Umkleideräume und den Nasszellen mit der notwendigen Infrastruktur eine Förderung in Höhe von rund 27.000 Euro gewähren. Das Problem: Bisher gab es für Erneuerungen oder Neubauten von Tennisheimen keine Mittel nach der Sportförderrichtlinie der Stadt. Zustimmung für vorzeitigen Baubeginn Die Ausschussmitglieder für Jugend, Kultur und Sport stellten die Notwendigkeit des Neubaus fest und einigten sich darauf, bis zum Herbst die Förderrichtlinie zu überarbeiten. Zugleich sprachen sie sich für einen vorzeitigen Baubeginn auf der Grundlage der neuen Richtlinien aus. Der bündnis-grüne Marc Svensson hatte zuvor die Vorgehensweise kritisiert und sprach von einem "umständlichen Konstrukt". Nach seiner Meinung "gibt die Richtlinie auch Fördermöglichkeiten für Tennis her". Dem hatte die Verwaltung widersprochen. "Wir sollten erstmal den Förderrahmen vernünftig festlegen. Der Verein ist mit der Vorgehensweise einverstanden. Wir haben bisher weder eine Förderhöhe noch einen Zuschusssatz", betonte Ludwig Bewermeier. Der Verein will spätestens im Juli mit dem Bau beginnen, hofft auf den Bewilligungsbescheid zu einem späteren Zeitpunkt. Für die Anschaffung eines Übungsschwebebalkens für die Turnabteilung, der auch für jüngere Kinder geeignet ist und von der Schule mitgenutzt werden kann, und für die Anschaffung von Jugendfußballtoren einschließlich Zusatzgewichten mit Transportrollen hat der Fachausschuss beantragte Zuschüsse für den TSV bewilligt. Für den Schwebebalken gibt es 218 Euro, für die Tore 506 Euro von der Stadt. Die Förderung beträgt jeweils 25 Prozent der Anschaffungskosten. Die ersten Anträge dieser Art des Jahres werden aus Haushaltsmitteln in Höhe von rund 5.000 Euro gedeckt und stammen nicht aus der Sportpauschale.

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