Zufrieden mit ihren Stadtwerken: Die ehemaligen Werksausschussvorsitzenden (v. l.) Gerhard Eikel und Agnes Ilse gemeinsam mit CDU-Parteifreund Markus Zacharias, der in der Fraktion jetzt für den Werksausschuss zuständig ist. - © CDU Salzkotten
Zufrieden mit ihren Stadtwerken: Die ehemaligen Werksausschussvorsitzenden (v. l.) Gerhard Eikel und Agnes Ilse gemeinsam mit CDU-Parteifreund Markus Zacharias, der in der Fraktion jetzt für den Werksausschuss zuständig ist. | © CDU Salzkotten

Salzkotten Mehr Energie für Salzkotten: Stadtwerke vor 25 Jahren gegründet

1993 ging es los: Aus einem Eigenbetrieb für die Wasserwirtschaft entwickelte sich ein Dienstleister mit zahlreichen Aufgaben

Salzkotten. Ihre Wasserwirtschaft hat die Stadt Salzkotten vor 25 Jahren neu sortiert. Zum Jahreswechsel 1993 wurden die Stadtwerke Salzkotten gegründet. Bestehende Strukturen und technische Anlagen sollten seinerzeit überarbeitet werden, wie es in einer Mitteilung der Sälzer CDU heißt, die damals die Initiative für die Stadtwerkegründung getragen hatte. Das Gemeinschaftsklärwerk in Verne war Anfang der 90er Jahre überarbeitungsbedürftig. Die dritte Reinigungsstufe entsprach nicht mehr den Anforderungen, es gab laut CDU dringenden Handlungsbedarf. Im Laufe der Diskussionen wurde auch die Organisationsform für die anstehenden Herausforderungen inklusive Neubauten diskutiert und am Ende stand die Gründung der Stadtwerke. Erste Maßnahme der neuen Stadtwerke, deren technische Leitung Ludwig Bewermeier übernahm und bis heute inne hat, war die Erstellung der dritten Reinigungsstufe am Klärwerk Verne. Die Konstruktion des Eigenbetriebs wurde auch gewählt, um Transparenz für Bürger bei der Kalkulation der Gebühren zu erreichen. Abführungen an die Stadt dürfen nur im Rahmen der Verzinsung des Kapitals, das die Stadt in die Eigenbetriebe eingebracht hat, erfolgen. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen beschloss der Stadtrat 1995, den Betrieb der städtischen Bäder ebenfalls über die Stadtwerke abzuwickeln. Von Beginn an gehörte auch die Stromerzeugung zu den Aufgaben. Schon 1992 wurde das Laufwasserwerk an der Heder betrieben, der Strom wurde jedoch nur ins Netz eingespeist und verkauft. Mit immer effizienter werdenden Solarmodulen entschied sich der Rat, die Stadtwerke 2013 um den Betriebszweig Energie zu erweitern. Einerseits wird nun über städtische Dächer Energie gewonnen und andererseits beteiligten sich die Stadtwerke Salzkotten für etwa 10 Millionen Euro an der Westfalen Weser Energie mit rund 1,57 Prozent. 2015 wurde ergänzend ein mobiles Blockheizkraftwerk angeschafft. Aktuell wird im Abwasserwerk für 2018 die Errichtung der vierten Reinigungsstufe vorbereitet. Für einen Kubikmeter Wasser zahlen die Salzkottener 2018 75 Cent. 2019 wird der Wasserpreis auf etwa 1,10 Euro pro Kubikmeter ansteigen, gleichzeitig soll aber eine Anlage in Betrieb gesetzt werden, die den Wasserhärtegrad sinken lässt.

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