Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und der Kreispolizeibehörde Paderborn - Polizeibeamter bei Festnahme schwer verletzt

Paderborn (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Paderborn und der Kreispolizeibehörde Paderborn

(mb) Bei der Festnahme eines Tatverdächtigen (23) an der Bahnhofstraße hat ein Polizeibeamter (38) am Mittwochabend schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei stellte als Tatwaffe ein Messer sicher. Der 23-Jährige befindet sich im Polizeigewahrsam und soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

Laut den Ermittlungen der Paderborner Kripo ging ein 69-jähriger Fußgänger gegen 21.00 Uhr von der Aldegreverstraße über den Parkplatz des Finanzamts zur Bahnhofstraße. Plötzlich bedrohte ihn ein junger Mann mit einem Messer. Zuvor hatte der 23-jährige Tatverdächtige in der Gasse eine Bekannte (20) mit dem Messer bedroht. Diese Situation hatte der Zeuge zufällig gesehen und wurde direkt von dem 23-Jährigen angegriffen. Der Zeuge flüchtete und alarmierte per Handy die Polizei. Vor Ort trafen die Beamten auf die 20-Jährige, die den Polizisten schilderte, dass ihr der Bekannte ein Messer an die Kehle gehalten habe. Nachdem er den Zeugen bedroht habe, sei er geflüchtet. Zur Fahndung nach dem Tatverdächtigen setzte die Polizei mehrere Streifenteams ein. Gegen 21.30 Uhr tauchte der Gesuchte wieder am Bahnhof auf. Er entdeckte Polizisten vor dem Bahnhof und ergriff die Flucht. Der 23-Jährige lief dabei direkt auf einen Polizeibeamten zu, der sich ihm in den Weg stellte. Als der Beamte den Tatverdächtigen zu Boden brachte, setzte dieser sein Messer ein. Der Polizist erlitt eine schwere Schnittverletzung am Arm. Mit Hilfe weiterer Kollegen gelang es ihm, den Tatverdächtigen zu überwältigen und festzunehmen. Der verletzte Polizeibeamte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Er muss am Donnerstag operiert werden und ist vermutlich für längere Zeit nicht dienstfähig. Den 23-Jährigen brachten die anderen Polizisten ins Polizeigewahrsam. Weil er unter Alkoholeinwirkung stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der aus Geseke stammende Mann ist bislang nicht vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten aufgenommen und einen Haftbefehl beantragt. Der Tatverdächtige wird noch am Donnerstag dem Haftrichter am Paderborner Amtsgericht vorgeführt.

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