Landrat Manfred Müller (l.) und Oberstleutnant Wolfgang Mann zeigen die gelbe Schleife der Solidarität. - © FOTO: R. MISCHER
Landrat Manfred Müller (l.) und Oberstleutnant Wolfgang Mann zeigen die gelbe Schleife der Solidarität. | © FOTO: R. MISCHER

PADERBORN Solidarität mit gelben Schleifen

Soldaten, Reservisten und Politiker stehen an der Seite der kämpfenden Truppe im Ausland

Paderborn (rtm). Sie ist gelb, sie ist klein und sie ist nicht unumstritten: die Schleife der Solidarität für Soldaten. Die stand im Mittelpunkt einer Kundgebung der Reservistenverbände, der Kameradschaft ehemaliger Soldaten und des Landrates Manfred Müller (CDU) am Samstag auf dem Rathausplatz.

Für Müller ist die Aktion ein Zeichen der Menschlichkeit und drückt die Solidarität mit den Soldaten aus, die in den Krisenregionen ein Mandat der Regierung umsetzten. Auch Bürgermeister Heinz Paus (CDU) verwies darauf, dass die Bundeswehr einen demokratischen Auftrag habe, der im Grundgesetz verankert sei. "Die Soldaten gehen ein hohes Risiko für unsere Freiheit ein", betonte er.

Kirsten Gerberding, die sich mit ihrer Aktion "Gelbes Band" dafür engagiert, dass Soldaten im Auslandseinsatz Solidaritätsgrüße aus der Heimat erhalten, erklärte, sie sehe keine politische Aussage hinter der Aktion: "Es geht uns um die einzelnen Menschen". Und eben die würden durch Solidaritätsbekundungen gestärkt.

Oberstleutnant Wolfgang Mann, mit 51 Jahren standortältester Soldat, versicherte, die Bundeswehr führe in Afghanistan keinen Krieg, sondern sorge dafür, dass vor Ort Hilfe geleistet werden könne. "Wir wollen, dass es in Afghanistan friedlich wird, damit wir zuhause bleiben können", sagte Mann.

Auch der Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann (CDU) bekräftige, dass es bei der Aktion nicht um das Übermitteln einer politischen Botschaft, sondern um die Solidarität mit den Soldaten gehe: "Wir stehen hinter euch."

Vorab war die Aktion "Gelbe Schleife der Solidarität" in die Kritik geraten. Das Linke Forum, Pax Christi und die Initiative gegen den Krieg hatten den Initiatoren vorgeworfen, sich einer "Kampagne" anzuschließen, die unter anderem zivile Opfer der Kriege ignoriere (die NW berichtete).

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