Paderborn Team auf sechs Pfoten

Holger Schüler gibt Tipps für alltagstaugliche Hunde

Spaß spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Zusammenleben mit den Tieren soll den Menschen Freude bereiten. Man müsse dem Hund Freiheiten einräumen, die nötige Konsequenz in der Erziehung dürfe aber nicht fehlen. Sonst kommen Probleme zutage, die Holger Schüler in seiner zweistündigen Bühnenschau auf humorvolle Art schilderte.
Einerseits fügte er sich in die Schablone der Spontankomödianten, andererseits behandelte er konkrete Probleme. Dem Publikum gefiel er in beiden Rollen. Auf den Zuschauerrängen saßen sowohl Hundebesitzer – mit oder ohne Schwierigkeiten mit ihrem Vierbeiner –, Interessierte und Berufskollegen Schülers. Alle wollten Anregungen mitnehmen oder einfach unterhaltsam auf den Hund kommen. Herbert Legge ist aus Marsberg angereist, um sich ein paar Tipps zu holen.

Mischling Luko

Mit "Luko" klappe es zwar recht gut, allerdings ziehe der Mischling häufig an der Leine. Einige Anregungen will der Besitzer jetzt aufgreifen. 80 Prozent der über drei Millionen Hundehalter in Deutschland räumen größere oder kleinere Schwierigkeiten mit ihrem Vierbeiner ein, sagt Schüler.

Das Programm

"Menschen an der Leine" nennt er sein Programm. Was er damit meint, zeigt er am lebendigen Beispiel auf zwei Beinen. Zuschauerin Jennifer spielte mit und ließ sich angeleint über die Bühne zerren. "Ich will zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man grob herumgerissen wird", erklärt Schüler. Aber auch Vierbeiner hatte er mitgebracht. Mit seinen Hunden Siska, einer fünfjährigen Berner-Sennen-Hündin, und dem siebenjährigen Falk, einem Chesapeake Bay Retriever, führte er eindrucksvoll vor, mit welchen einfachen Mitteln schnelle Erfolge erzielt werden können. Auf der Bühne kommuniziert Schüler über Körpersprache, denn für die Hunde sei es verwirrend, dass seine Stimme aus Lautsprechern im Saal komme. Futter und Spiel seien zwei Motivationen, mit denen Herrchen fast jeden Hund erreichen könne.

Der Trainer

Im Umgang mit den Tieren hatte er immer schon ein Händchen, sagt Schüler. Vor beinahe 20 Jahren hat er sein Talent zum Beruf gemacht und wurde professioneller Hundetrainer, trat in Fernsehsendungen auf und schrieb ein Buch. Ziel seiner Arbeit ist es, ein Team aus Mensch und Tier zu formen, ein "Team auf sechs Pfoten". Aber es gibt auch Grenzen. Aggressives Verhalten sollte von einem Profi korrigiert werden, mahnt Schüler. "Die Zusammenarbeit endet, wenn der Besitzer nicht mitarbeiten will", schiebt er nach. "Man kann viel erreichen, man muss aber bei sich selbst anfangen."

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