Manfred Nagl (RWTH Aachen), Stefan Sauer (Geschäftsführer S-Lab), Rainer Janßen (Münchener Rückversicherungsgesellschaft), Gregor Engels (Vorstandsvorsitzender S-Lab), Peter Liggesmeyer (TU Kaiserslautern, Fraunhofer Institut), Wilhelm Schäfer (Vizepräsident Uni Paderborn). - © FOTO: HANS-HERMANN IGGES
Manfred Nagl (RWTH Aachen), Stefan Sauer (Geschäftsführer S-Lab), Rainer Janßen (Münchener Rückversicherungsgesellschaft), Gregor Engels (Vorstandsvorsitzender S-Lab), Peter Liggesmeyer (TU Kaiserslautern, Fraunhofer Institut), Wilhelm Schäfer (Vizepräsident Uni Paderborn). | © FOTO: HANS-HERMANN IGGES

Standortfaktor Software

Tagung: Wissenschaftler und Industrie-Vetreter wollen besser kooperieren

Paderborn. Ohne Software läuft nichts mehr im modernen Leben: Kein Flugzeug bliebe am Himmel, keine Zeitung erschiene, und Banken wären nach zwei Tagen ohne Server pleite. Je komplexer die Welt, desto stärker sind Informatiker gefordert – genug Gesprächsstoff also für die 280 Teilnehmer der heute im Heinz Nixdorf Institut zu Ende gehenden Tagung "Software Engeneering 2010".

Einmal im Jahr kommt die deutsche Software-Szene zusammen, um neue Entwicklungen in den Blick zu nehmen, in Paderborn zuletzt 1998. Tagungsleiter Prof. Dr. Gregor Engels, Vorstandsvorsitzender des S-Lab, einer Kooperation von Universität und acht Paderborner Informatik-Unternehmen: "Diesmal kommen die Teilnehmer je zur Hälfte aus Wissenschaft und Industrie." Gute Voraussetzungen, um über bessere Transfermöglichkeiten in Richtung Industrie zu sprechen.

Dabei scheint Industrievertretern klar, dass Universitäten anders ticken, speziell auch der Grundlagenforschung verpflichtet sind. "Austausch ist für beide Seiten essentiell und befruchtend, wenn sie ihre Interessen respektieren. Ich bin nicht dafür, Unis als billige Forschungsabteilungen der Industrie zu sehen", meint Dr. Rainer Janßen, Chef-Informatiker der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Zu achten sei allerdings durchaus auf die Anwendungsmöglichkeiten dessen, was da erforscht wird, betonte der Informatiker und Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Wilhelm Schäfer.

Dr. Manfred Nagl, bis vor kurzem Informatik-Professor an der RWTH Aachen, sah gute Chancen für die Standortaussichten gerade mittlerer Informatik-Zentren wie Paderborn, "wenn sie die bei ihnen ausgebildeten Leute halten können".

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