Unbekannte hatten in der Telefonzelle verbotene Feuerwerkskörper gezündet. Durch die Detonation so genannter «Polenböller» wurden sämtliche Glasscheiben aus der Zelle gesprengt. - © dpa
Unbekannte hatten in der Telefonzelle verbotene Feuerwerkskörper gezündet. Durch die Detonation so genannter «Polenböller» wurden sämtliche Glasscheiben aus der Zelle gesprengt. | © dpa

Paderborn/Hövelhof Illegale Polenböller zerstören Telefonzelle

Mehrere Vorfälle mit illegalen Böllern im Kreis Paderborn

Benedikt Schülter

Hövelhof/Paderborn/Bad Lippspringe. Mit illegalen Böllern haben bislang unbekannte Täter in Hövelhof eine Telefonzelle komplett zerstört. Durch die Detonation in der Nacht auf Donnerstag wurden alle Glasscheiben aus der Zelle gesprengt, der Rahmen verbogen und eine Stromleitung beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Den Schaden schätzen die Ermittler auf rund 13 000 Euro. In Paderborn und Bad Lippspringe wurden ebenfalls in der Nacht ein Abfalleimer und ein Briefkasten mit sogenannten Polenböllern zerstört. Die Polizei warnt wegen der Unberechenbarkeit der Zünder vor dem Einsatz der verbotenen Knallkörper. Breits am Abend fanden Beamte bei einem jungen Autofahrer in Paderborn illegale Böller und Drogen. Zudem steht er im Verdacht an einer Unfallflucht und sowie einer Fundunterschlagung beteiligt zu sein. Ein Zeuge hatte gegen 21.30 Uhr bei der Polizei eine Ruhestörung gemeldet, nachdem er auf einem Parkplatz an der Fürstenallee mehrfach quietschende Reifen gehört hatte, die vermutlich von einem driftenden PKW stammen. Polizisten entdecken frische Unfallspuren Als eine Streifenwagenbesatzung kurze Zeit später dort eintraf, stellten sie fünf Jugendliche im Alter zwischen 21 und 13 Jahren fest, die an einem Auto standen. Zudem war ein weiterer Zeuge vor Ort, der angab unmittelbar zuvor einen lauten Knall wahrgenommen zu haben. Dieser dürfte von einem frisch gezündeten Böller stammen, dessen Reste noch neben dem Auto lagen. Außerdem entdeckten die Polizisten an dem Auto frische Unfallspuren. Bei der folgenden Überprüfung bestritt der 21-Jährige etwas mit dem Böller zu tun zu haben. Auch zu dem Unfallschaden konnte er keine glaubwürdigen Angaben machen. Bei der Durchsuchung seines schwarzen Audi fanden die Beamten zunächst geringe Mengen Drogen samt Zubehör.

realisiert durch evolver group