Symbolbild. - © picture alliance / Jan Woitas
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Kreis Paderborn Digitale Modellregion: Delbrück und Paderborn arbeiten zusammen

CDU-Fraktion im Kreistag zum Haushalt 2018: Digitalisierung soll mit drei Millionen Euro forciert werden. Anschluss der Berufskollegs mit Glasfaser möglichst bis Mitte nächsten Jahres

Kreis Paderborn. Die Städte und Gemeinden des Kreises Paderborn sollen im kommenden Jahr um eine weitere Millionen Euro entlastet werden, so die CDU-Kreistagsfraktion in einer Pressemitteilung nach ihren Haushaltsberatungen mit Landrat Manfred Müller. Für die Digitalisierung der Kreisverwaltung im Rahmen der Digitalen Modellregion OWL sollen drei Millionen Euro in den Kreishaushalt eingestellt werden. Die Verwaltung setzt dabei auf eine Förderung in Höhe von 50 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Digitalisierung soll weiterhin der Anschluss aller Berufskollegs bis Mitte 2018 an das Glasfasernetz werden. Darüber hinaus strebt der Kreis in eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn und die Nutzung des Know-how des Projektes Garage 33 an. Für die Fraktion sei es ein positives Zeichen, dass das Land NRW Ostwestfalen-Lippe als Digitale Modellregion fördern wolle. Dies bedeute, dass der Kreis, die Städte Paderborn und Delbrück, sowie die Projektpartner Bielefeld und die Bezirksregierung eng zusammenarbeiten müssten. Andere Städte sollen profitieren "Vom Ergebnis der Projekte sollen die übrigen Städte im Kreis profitieren. Ziel muss es sein, weitere Arbeitsplätze in unserer Wirtschaftsregion zu schaffen", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Wissing. Ein weiteres Vorhaben ist der Ausbau der Berufskollegs am Maspernplatz. "Durch zielgerichtete bauliche Maßnahmen wie zum Beispiel die Schaffung von Selbstlern- und Differenzierungsbereichen, sollen verbesserte Bedingungen für eine zukunftsweisende Schulentwicklung geschaffen werden", so der Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses Vinzenz Heggen zu den Haushaltsplanungen 2018. Weitere Themen, die im Fokus der Beratungen standen, waren das Jugendamt und die ambulanten Pflegedienste. Bernd Schulze-Waltrup wies darauf hin, dass sich durch die Maßnahmen des Kreiskonzeptes "Ambulant vor Stationär" erste Erfolge durch geringere Ansätze im Haushalt zeigen würden. Durch Änderungen beim Unterhaltsvorschussgesetz seitens der CDU geführten Landesregierung könne der Jugendamtshaushalt um 390.000 Euro entlastet werden. "Ein weiterer Erfolg ist, dass im kommenden Jahr 200 zusätzliche Kindertagesplätze geschaffen werden", so Kreistagsmitglied Friedhelm Kaup. Neubau eines zentralen Bauhofes "Mit Blick auf die anstehenden Kosten für die Sanierung der drei Bauhöfe in Höhe von drei bis vier Millionen Euro haben wir als Fraktion den Landrat beauftragt, den Neubau eines zentralen Bauhofes auf der Alten Schanze zu prüfen", sagte CDU-Kreisvorstandsmitglied Meinolf Päsch. Der Kreis müsste mit Blick auf die Infrastruktur ein Rad-Pendler-Konzept erstellen, so eine Zukunftsforderung von CDU-Chef Wissing. Die Radwege seien vorwiegend auf den Tourismus zugeschnitten, müssten in Zukunft jedoch so gestaltet werden, dass sie auch für Berufstätige eine echte Alternative zum Auto würden.

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