Die Feuerwehr Paderborn schaut auf das Jahr 2017 zurück. - © Reinhard Rohlf
Die Feuerwehr Paderborn schaut auf das Jahr 2017 zurück. | © Reinhard Rohlf

Paderborn Paderborner Feuerwehr zieht Jahresbilanz

Bilanz der Feuerwehr 2017: Einsatzkräfte blicken auf ein etwas ruhigeres Jahr zurück.

Andreas Götte

Paderborn. Etwas ruhiger als im Vorjahr verlief das laufende Jahr für die Paderborner Feuerwehr, auch von einem Großbrand blieben Paderborn und die Wehrleute bisher verschont. Das sagte der Leiter Ralf Schmitz während der Weihnachtsfeier der hauptamtlichen Kräfte in der Feuerwache Süd am Dienstagabend. Ähnlich wie wie im Vorjahr war die Wehr bei sieben Keller-, 24 Zimmer-, drei Wohnungsbränden und einem Dachstuhlbrand gefordert. Brandtote waren bisher in diesem Jahr nicht zu beklagen. Bei 20 Einsätzen waren Menschenleben in Gefahr, 13 Personen wurden von der Wehr gerettet. Acht Verletzte mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Insgesamt ist die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr um rund 200 auf über 31.800 gestiegen. Das sind umgerechnet 87 Einsätze pro Tag oder rund 3,6 Einsätze pro Stunde. Laut Schmitz ist die Belastung besonders beim ersten Rettungswagen Nord, dem 24-Stunden-Krankentransportwagen Nord und beim Notarztfahrzeug des St.-Vincenz-Krankenhauses am Höchsten. Während die Zahl der Krankentransporte in diesem Jahr um 4,4 Prozent auf mehr als 10.500 bis zum Jahresende steigen wird, verzeichnet die Wehr bei den Rettungswageneinsätzen einen minimalen Rückgang von 0,1 Prozent. 610 Notfalleinsätze des Brandschutzpersonals „Es freut uns sehr, dass nun wieder im Bedarfsfall Reserverettungswagen mit Brandschutzpersonal besetzt werden und somit weitgehend auf den Einsatz von Löschfahrzeugen und Drehleitern als sogenannte First-Responder-Einheiten verzichtet werden kann", betonte Schmitz. Dennoch musste das Brandschutzpersonal der Feuerwehr in diesem Jahr immer noch 610 Notfalleinsätze fahren. Schmitz hofft, dass diese Entwicklung bei der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans „hinreichend berücksichtigt wird". Im Brandschutz- und Hilfeleistungdienst sind die Einsatzzahlen um 14,4 Prozent zurückgegangen. Von den über 1.700 Einsätzen entfallen 529 auf den Brandschutz- und 1.192 auf den Hilfeleistungsdienst. Tiere in Notsituationen hielten die Einsatzkräfte mehr auf Trab als im Vorjahr. Die Einsatzzahl stieg von 160 auf 190. Zudem wurden 26 Gefahrstoff- und 184 Ölspureinsätze gefahren. Nach wie vor großgeschrieben wird die Ausbildung bei der Wehr. 35 Personen wurden in zwei Lehrgängen zum Brandmeister ausgebildet. 27 Kräfte legten in der feuerwehreigenen Fahrschule die Fahrerlaubnisprüfung für Lkw ab. Kinder über Brandschutz aufgeklärt Zudem wurden 17 Personen zum Rettungssanitäter ausgebildet, 24 Menschen legten ihre Notfallsanitäterprüfung ab, und weitere 176 Personen wurden rettungsdienstlich fortgebildet. Zudem wurden über 1.800 Kinder aus 55 Einrichtungen über Brandschutz aufgeklärt. Insgesamt gehören der Paderborner Wehr zurzeit 219 Personen an. Im hauptamtlichen Bereich unterliegt sie weiterhin einer großen Personalfluktuation. Ralf Schmitz machte zudem deutlich, dass auf der Wache Süd aufgrund von Platzmangel dringend der Neubau der geplanten Rettungswache erforderlich sei. Von der Stadt Paderborn bekommen die Einsatzkräfte nächstes Jahr eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 5,76 Millionen Euro. Etwas über vier Millionen Euro davon entfallen auf neue Fahrzeuge wie etwa eine Drehleiter. „Die Paderborner Feuerwehr erfüllt ihre Aufgabe in vorbildlicher Weise. Deshalb ist es mir wichtig, dass sie optimal ausgerüstet ist", betonte Bürgermeister Michael Dreier. Sein Wunsch sei es, dass sich die Einsatzkräfte weiterqualifizierten.

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