Paderborn ist die Leitkommune der digitalen Modellregion OWL. - © Martin Fröhlich
Paderborn ist die Leitkommune der digitalen Modellregion OWL. | © Martin Fröhlich

Paderborn/Düsseldorf Digitale Tipps aus Estland für die Modellregion OWL

Digitalisierung: Paderborns Bürgermeister und Landrat auf Tour mit dem Wirtschaftsminister.

Carolin Nieder-Entgelmeier

Paderborn/Düsseldorf. OWL wird die erste digitale Modellregion in NRW mit der Stadt Paderborn als Leitkommune. Zwei Tage nach der Ankündigung von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) geht das Projekt in die nächste Runde. Pinkwart, Paderborns Bürgermeister Michael Dreier (CDU) und Paderborns Landrat Manfred Müller informieren sich ab heute in Estland über den Fortschritt der Digitalisierung und E-Government im Alltag. „Estland gilt als digitale Vorzeigenation, deshalb gehe ich davon aus, dass wir viel lernen und Ideen für die Umsetzung in OWL mitnehmen können", sagt Landrat Müller. Die digitale Modellregion zielt laut Müller darauf ab, in den Verwaltungen Projekte wie das digitale Bürgeramt und das digitale Gewerbeamt zu realisieren, aber auch Themen wie E-Payment, elektronische Signatur und die elektronische Akte voranzubringen. „Parallel müssen die Kommunen in OWL den der Breitbandausbau vorantreiben", erklärt Müller als Sprecher der Landräte in OWL. Bürger sollen mithelfen Welche Projekte wann und in welcher Form an den Start gehen, ist noch nicht bekannt. Paderborns Bürgermeister Dreier sieht vor, eine Stabsstelle im Bürgermeisterreferat einzurichten, die sich speziell um die Aufgaben kümmert, die mit der digitalen Zukunft in Paderborn verknüpft sein werden. In der Nachbarstadt Delbrück, die eng mit der Leitkommune Paderborn in der digitalen Modellregion zusammen arbeiten wird, plant Bürgermeister Werner Peitz (parteilos) in den nächsten drei Monaten die Identifizierung von Projekten. „Wir wollen dabei auch Bürger beteiligen, bevor wir Anfang 2018 die Förderanträge stellen können." Laut Pinkwart wird die Modellregion OWL in den kommenden drei Jahren vom Land mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag unterstützt. „Die genaue Höhe wird nach der Verabschiedung des Haushaltes 2018 bekanntgegeben", so Peitz.

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