Unterhaltsvorschussgesetz: In Paderborn sind die laufenden Fälle im Zuge der Gesetzesnovellierung deutlich angestiegen. - © picture alliance / Andrei Makhonin/TASS/dpa
Unterhaltsvorschussgesetz: In Paderborn sind die laufenden Fälle im Zuge der Gesetzesnovellierung deutlich angestiegen. | © picture alliance / Andrei Makhonin/TASS/dpa

Paderborn Unterhaltsfälle in Paderborn haben sich mehr als verdoppelt

Leistungen können durch eine Gesetzesänderung jetzt bis zum 18. Lebensjahr gewährt werden. In Paderborn wurden seit dem Sommer mehr als 1.000 Neuanträge gestellt

Birger Berbüsse

Paderborn. Das zum 1. Juli novellierte Unterhaltsvorschussgesetz hat in Paderborn zu einem deutlichen Anstieg der laufenden Fälle geführt. Sie hätten sich seit Inkrafttreten der Novelle Mitte August mehr als verdoppelt, sagte Norbert Liekmeier von der Unterhaltsvorschusskasse der Stadt im Sozialausschuss. Während die Unterhaltsvorschusskasse der Stadt 2016 noch 920 laufende Fälle betreute, seien nun bereits mehr als 1.000 Neuanträge gestellt worden. Aufgrund des gestiegenen Arbeitspensums wurden für die Abteilung vier neue Stellen genehmigt, von denen bereits zwei besetzt sind. Zeitliche Befristung von 72 Monaten aufgehoben Bisher war die Gewährung von Leistungen längstens für 72 Monate bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres möglich. Die zeitliche Befristung von 72 Monaten ist nunmehr aufgehoben. Darüber hinaus wird jetzt die Gewährung von Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Die Unterhaltsvorschusskasse des Sozialamtes berät über mögliche Leistungsansprüche.

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