Bei der Bundestagswahl zählt jede Stimme, egal ob die Person lebt oder verstorben ist. - © picture alliance / Sven Hoppe/dpa
Bei der Bundestagswahl zählt jede Stimme, egal ob die Person lebt oder verstorben ist. | © picture alliance / Sven Hoppe/dpa

Paderborn Verstorbene Wähler: Auch Tote haben zwei Stimmen

Die Stadt Paderborn rechnet bei knapp 110.000 Wahlberechtigten mit 30.000 Briefwählern

Birger Berbüsse

Paderborn. Briefwahl ist angesagt: Bereits 21.500 Paderborner haben für die Bundestagswahl am 24. September vorzeitig ihr Kreuz gemacht (Stand: 12. September). Insgesamt rechnet die Stadt bei knapp 110.000 Wahlberechtigten mit 30.000 Briefwählern. Doch was passiert eigentlich, wenn jemand zwischen Stimmabgabe und Wahlabend stirbt? Ist die Stimmabgabe aus dem Grab zulässig? Die Antwort ist eindeutig: Ja. Der Paderborner Wahlamtsleiter Heribert Zelder verweist auf NW-Anfrage auf Paragraf 39 Absatz 2 des Bundeswahlgesetzes: „Die Stimmen eines Wählers, der an der Briefwahl teilgenommen hat, werden nicht dadurch ungültig, dass er vor dem oder am Wahltage stirbt." Salopp formuliert: Auch Tote dürfen wählen. Ihren Anteil stuft Zelder aber als mehr als gering sein.

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