Erklärten, wie Gründer an Geld kommen: Stefan Bölte (Enjoy Venture Investmentmanager, v. l.), Günter Korder (Enjoy Venture Fondsmanager), Arnd Paas (Vorstand Sparkasse Paderborn-Detmold), Rüdiger Kabst (Vizepräsident Uni Paderborn, Geschäftsführer TecUp) und Bert Brinkhaus (Geschäftsführer Enjoy Venture). - © Hans-Hermann Igges
Erklärten, wie Gründer an Geld kommen: Stefan Bölte (Enjoy Venture Investmentmanager, v. l.), Günter Korder (Enjoy Venture Fondsmanager), Arnd Paas (Vorstand Sparkasse Paderborn-Detmold), Rüdiger Kabst (Vizepräsident Uni Paderborn, Geschäftsführer TecUp) und Bert Brinkhaus (Geschäftsführer Enjoy Venture). | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Technologiefonds OWL: So werden Gründerideen aus der Garage 33 finanziert

Garage 33: Mit dem Technologiefonds OWL stehen ab jetzt 13,3 Millionen Euro an Risikokapital für Gründer bereit. Kontaktmann ist der Paderborner Stefan Bölte

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Sie heißen Kaave, Actidoo oder Intab Pro. Allesamt Namen, die kaum jemand kennt. Doch das soll sich ändern: Hinter den Türschildern der unter dem Label Garage 33 versammelten Start-ups im Technologiepark 6 verbergen sich nämlich Geschäftsideen mit Potenzial. Um das richtig zu entfalten, sind aber nicht nur die Ideen der Gründer, sondern vor allem viel Geld nötig. Eine konkrete Möglichkeit, an Finanzmittel mitsamt Betreuung zu kommen, ist jetzt gleich im Technologiepark 6 eingezogen: In Gestalt von Stefan Bölte. Der Investmentmanager der Gesellschaft Enjoy Venture ist einer der Türöffner zum Technologiefonds OWL. Insgesamt 13,3 Millionen Euro Risikokapital sind derzeit beisammen, maximal 25 Millionen Euro Fondsvolumen sind angepeilt. „Endlich haben wir auch einen Venture-Capital-Fonds", jubelte Rüdiger Kabst, Leiter des Technologietransfer und Existenzgründungs-Centers der Uni Paderborn (TecUP) in der Garage 33, wo sich Bölte und Enjoy-Venture-Geschäftsführer Bert Brinkhaus sowie Arnd Paas, Vorstand der Sparkasse Paderborn-Detmold, einem vielköpfigen Gründerpublikum vorstellten. Präsentation für Start-Ups Neben öffentlichen Fördermitteln, einem Netzwerk sogenannter Business Angels (also Beratern mit nützlichen Kontakten und zum Teil auch Geld) sowie gezielten Präsentationsmöglichkeiten für Start-ups vor Investoren („OWL Pitch") gehört Risikokapital laut Kabst nämlich zum unbedingt nötigen Ökosystem für Gründer. Entsprechend konkret waren denn auch die Fragen, die aus deren Kreis an Brinkhaus und Bölte gerichtet wurden. Drei bis neun Monate dauere es vom Kennenlernen bis zu einer Beteiligung, hieß es. Dabei komme es ganz auf den Einzelfall an, in welcher Höhe diese ausfalle; am Ende komme man durchschnittlich auf 25 Prozent. Das maximale Gesamtinvestment des Fonds pro Start-up sei auf 1,5 Millionen Euro veranschlagt, die typische Anfangsinvestition liege bei etwa 300.000 Euro. Bert Brinkhaus: „Die Erfahrung lehrt, dass die weiteren Investments nach diesem ersten Schritt immer höher werden." Bei den Investments handele es sich grundsätzlich auf Beteiligungen auf maximal 12 Jahre, sagte Brinkhaus. Angepeilt seien Beteiligungen bei zehn bis 15 Firmen, die auch außerhalb der Region OWL ansässig sein dürfen. An reinen Dienstleistungsfirmen wolle der Fonds sich allerdings nicht beteiligen, sagte Brinkhaus. Die Start-ups sollten aus den Bereichen IT, Software, Energiemanagement oder Telekommunikation kommen sowie Nischenmärkte oder Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen im Blick haben.

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