Vorsorglich: Mehrere Hundert Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. - © Marc Köppelmann
Vorsorglich: Mehrere Hundert Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Bombe an der Katholischen Fachhochschule Paderborn entschärft

Hunderte Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen

Jens Reddeker
Viktoria Bartsch

Paderborn. Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Katholischen Hochschule in der Paderborner Südstadt ist am Donnerstag eine 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes aus Arnsberg waren seit dem Nachmittag vor Ort. Gegen 23.30 Uhr war der Sprengkörper schließlich entschärft. Das bestätigte Matthias Klocke, Abteilungsleiter allgemeine Gefahrenabwehr im Ordnungsamt der Stadt Paderborn, gegenüber nw.de. "Die Entschärfung ist planmäßig gelaufen, alle Menschen können in ihre Wohnungen zurückkehren", sagte er kurz vor Mitternacht. Mit der Entschärfung hätten die Experten gegen 22.30 Uhr begonnen, zuvor sei noch sichergestellt worden, dass auch der Luftraum über Paderborn frei gewesen sei. Am Abend hatte die Kreisleitstelle bekannt gegeben, dass mehrere Hundert Bewohner der Straßen Leostraße, Mallinckrodtstraße, Husener Straße (bis Brüderstraße), Brüderstraße, Amelungstraße und Am Turnplatz ihre Häuser und Wohnungen verlassen sollten. Auch 91 Bewohner aus drei umliegenden Wohn-Einrichtung in diesem Einzugsgebiet mussten ihre heimische Umgebung zeitweise verlassen. Die Evakuierungsmaßnahmen waren gegen 22 Uhr abgeschlossen. Für alle Betroffenen war am DRK-Haus in der Reumontstraße eine Notunterkunft eingerichtet worden. Bewohner eines so genannten äußeren Sicherheitsringes wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen zu verharren. Darüberhinaus empfahl die Leitstelle in einer Mitteilung, dass die Menschen auf Lautsprecherdurchsagen achten und sich über Medien auf dem Laufenden halten sollten. Fenster und Türen sollten geschlossen, Lüftungs- und Klimaanlagen ausgeschaltet bleiben. Auf dem Baustellen-Gelände an der Leostraße soll unter anderem ein neuer Hörsaal entstehen.

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