Sehen einen Gewinn für die Kunden: (v.l.) Udo Wiemann (Geschäftsführer des VPH), Andreas Frank (kaufmännischer Leiter des Padersprinter), Lena Heuwinkel (Teamleitung der Mobithek) und Stefan Atorf (stellvertretender Geschäftsführer des NPH). - © Foto: Birger Berbüsse||
Sehen einen Gewinn für die Kunden: (v.l.) Udo Wiemann (Geschäftsführer des VPH), Andreas Frank (kaufmännischer Leiter des Padersprinter), Lena Heuwinkel (Teamleitung der Mobithek) und Stefan Atorf (stellvertretender Geschäftsführer des NPH). | © Foto: Birger Berbüsse||

Kreis Paderborn Westfalentarif auch im Hochstift beliebt

Seit zwei Wochen wird für den öffentlichen Personennahverkehr nach einem einheitlichen System bezahlt. Die Verantwortlichen sind zufrieden, die technischen Startschwierigkeiten behoben

Birger Berbüsse

Kreis Paderborn. Trotz kleinerer Schwierigkeiten zum Start des neuen Westfalentarifs ziehen die Verantwortlichen im Hochstift ein "grundsätzlich positives" Zwischenfazit des am 1. August eingeführten Einheitstarifs. Angesichts der Komplexität der Umstellung sei der Start "im Großen und Ganzen zufriedenstellend" verlaufen, sagte Udo Wiemann, Geschäftsführer der Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter (VPH) im Pressegespräch. Mit der Einführung des Westfalentarifs vor zwei Wochen war, wie berichtet, der zweitgrößte Nahverkehrstarif Deutschlands entstanden. Wiemann verdeutlicht die Größenverhältnisse: Der Hochstift-Tarif für die Kreise Paderborn und Höxter habe für 450.000 Einwohner gegolten. Jetzt kommen 7,2 Millionen Menschen in Westfalen-Lippe in den Genuss eines einheitlichen Tarifs für Busse und Bahnen. Im Hochstift-Tarif habe es 15.000 Verbindungen gegeben, nun seien es 150- bis 200.000, so Wiemann. Insgesamt sind 58 Verkehrsunternehmen eingebunden. Bei der Umstellung der Tarifdatenbanken am 1. August kam es angesichts dieser Größenordnung dann allerdings zu Problemen im Verkauf (die NW berichtete). Diese seien allerdings nicht den Unternehmen, sondern der Software zuzurechnen. Vor allem in Zügen hätten die Fahrkartenautomaten nicht umgeschaltet. Die Kunden hätten sich dann aber an eigens abgestellte Mitarbeiter wenden können, außerdem hätten die Unternehmen in den ersten Tagen "Kulanz" gezeigt, falls jemand kein gültiges Ticketbesaß. Mittlerweile seien die Probleme behoben. "Bis auf einige Automaten können alle den Tarif verkaufen", versichert Stefan Atorf, stellvertretender Geschäftsführer des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (NPH). Die Umrüstungsarbeiten laufen. Außer einigen Beschwerden eben wegen dieser technischen Probleme zu Beginn sei der Westfalentarif von den Kunden äußerst positiv aufgenommen worden. Das berichtet Lena Heuwinkel von der Mobithek in Paderborn, der zentralen Beratungsstelle für Kunden des öffentlichen Nahverkehrs im Hochstift. Bereits vor der Einführung hätte es viele Nachfragen gegeben, um sich über die neuen Möglichkeiten zu informieren. Auch danach hätte es zahlreiche Anfragen, telefonisch und vor Ort, gegeben. "Alle sind interessiert und freuen sich, dass sie die Tickets nun durchlösen können", sagt Heuwinkel. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich demnach die Abo-Angebote, die durch den neuen Geltungsbereich attraktiver geworden seien. Für die Zukunft sollen weitere Angebote erarbeitet werden, verspricht Udo Wiemann.

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