Eröffnen die Ausstellung: (v. l.) Landrat Manfred Müller, Andreas Gaidt und Wilhelm Grabe vom Stadt- und Kreisarchiv. - © Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler
Eröffnen die Ausstellung: (v. l.) Landrat Manfred Müller, Andreas Gaidt und Wilhelm Grabe vom Stadt- und Kreisarchiv. | © Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler

Kreis Paderborn Liboriplakate aus sieben Jahrzehnten

Ausstellung: Im Landratsflur des Paderborner Kreishauses blicken Besucher in die Vergangenheit des Stadtfestes zurück

Kreis Paderborn. Eine Ausstellung im Paderborner Kreishaus zeigt, wie sich die Plakatwerbung für eines der größten und ältesten Volksfeste innerhalb der vergangenen 70 Jahre verändert hat. „Alle Jahre wieder! Libori in (aufregenden) Plakaten, 1947-2017“ ist der Titel der Ausstellung, die Wilhelm Grabe und Andreas Gaidt vom Stadt- und Kreisarchiv konzipiert haben. 70 Jahre Plakatkunst zu Libori aus eigenem Fundus lässt das Stadt- und Kreisarchiv Revue passieren. „Die Ausstellung ist nicht nur schön anzusehen, sondern erzählt plakativ eine Menge über die Geschichte Paderborns und Hintergründe des Volks- und Kirchenfestes“, sagt Landrat Manfred Müller. Die Motive der unmittelbaren Nachkriegszeit sind durch eine Rückbesinnung an die mittelalterliche Geschichte Paderborns inspiriert. Die Aufbruchsstimmung zeigt sich in den Plakaten 1950er und 1960er Jahren. Sie sind stärker künstlerisch geprägt. Auch die Hippiezeit spiegelt sich in den Plakaten wieder. „Sichtbar wird dies gut am Plakat aus dem Jahr 1979, das im Flower-Power-Stil angelegt ist, also bunt und fast schon psychedelisch anmutend“, sagt Grabe. In den 1980er- und 1990er-Jahre wurde viel experimentiert. Anfang der 2000er-Jahre wurde ein Motiv gefunden ist, das bis heute verwendet wird. Es zeigt die Umrisse von Dom und Historischem Rathaus, die durch die Konturen eines bunten Riesenrades verbunden sind. Alle ausgestellten Plakate sind mit kurzen, erläuternden Texten versehen. Sie bringen auch die teils heftigen öffentlichen Diskussionen über Gestaltung und Motiv zur Sprache – gerade in den 1970er und 1990er Jahren. Die Ausstellung ist bis Freitag, 25. August, im Landratsflur der Kreisverwaltung, Aldegreverstraße 10 bis 14, in den Öffnungszeiten der Verwaltung, montags bis mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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