Der Angeklagte Wilfried W. vor dem Landgericht Paderborn.  - © picture alliance / dpa
Der Angeklagte Wilfried W. vor dem Landgericht Paderborn.  | © picture alliance / dpa

Paderborn/Höxter Foltermorde von Höxter: Der 23. Verhandlungstag zum Nachlesen

Weitere Zeugen wurden zu den Foltermorden von Höxter Bosseborn gehört.

Jürgen Mahncke

Paderborn. Am Landgericht Paderborn ist am Dienstag der Prozess um die Foltermorde in Höxter-Bosseborn fortgesetzt worden. Das Gericht hat weitere Zeugen angehört, die Kontakt zu Wilfried W. gehabt haben sollen. Außerdem beurteilte eine Sachverständige die Verletzungen von Angelika W., die ihr ihr Ex-Mann zugefügt haben soll. Wilfried W. und Angelika W. sollen in ihrem Haus jahrelang mehrere Frauen misshandelt haben. Zwei Frauen sollen infolge der Quälereien gestorben sein. Doch auch Angelika W. hat verschiedene Verletzungen erlitten, eine Gerichtsmedizinerin beurteilte diese als Sachverständige. Besonders die Verbrühung der Schulter der Angeklagten stand im Mittelpunkt. Laut Gutachterin sei es möglich, dass sich Angelika W. diese selbst zugefügt habe. Bei der Summe der Verletzungen sei jedoch davon auszugehen, dass sie fremd beigebracht wurden. Als weiterer Zeuge sagte ein Ermittlungsbeamter der Mordkommission aus, er präsentierte belastendes Bild- und Videomaterial von den Handys der Angeklagten. Für die Öffentlichkeit waren jedoch lediglich die Tonspuren der Videos zu hören, keine Bilder zu sehen. Zudem wurde bekannt, dass wohl ein weiterer Mithäftling von Wilfried W. demnächst zur Aussage geladen werden könnte. Ihm gegenüber soll der Angeklagte geprahlt haben das Gericht als freier Mann verlassen zu können, da er alle vor Gericht "verarsche" obwohl er voll an der Tat beteiligt gewesen sei. Der 23. Verhandlungstag zur Nachlese in unserem Ticker aus dem Landgericht Paderborn:

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