Der Berg ruft: Die "Move Gang" des TSV Neuried brach alle Erwartungen hinsichtlich ihres Outfits und legte vergnügt mit Hip-Hop los. - © Ann-Britta Dohle
Der Berg ruft: Die "Move Gang" des TSV Neuried brach alle Erwartungen hinsichtlich ihres Outfits und legte vergnügt mit Hip-Hop los. | © Ann-Britta Dohle

Paderborn Bunte Mischung kreativer Tanzstile

Schweißtreibender Bundeswettbewerb: Am Marienplatz bietet die Jugend den Zuschauern eine begeisternde Performance. Bei der Bewertung kommt es längst nicht nur auf die Choreographie an

Ann-Britta Dohle

Paderborn. Beim 7. Bundeswettbewerb "Jugend tanzt" in Paderborn ging es um viel mehr als nur um eine gute Platzierung an den Wertungstagen vor der Jury. Denn mit einem Flash-Mob vor dem Rathaus am Donnerstag und einer dreistündigen Performance am Samstag vor der Mariensäule machten alle Tänzer in der City gemeinsam auf ihre lustvolle Leidenschaft aufmerksam. Moderator Thomas Keikutt animierte am Samstag die Zuschauer, sich selbst einmal an einem der vielen Tanzstile auszuprobieren. Die bunte Mischung aus internationaler Folklore, Ballett, Modern, Hiphop, Afro, Break, Irischem Stepptanz, Tanztheater und die Vielfalt an choreographischen Einfällen und tänzerischem Können begeisterten am Samstag Tänzer und Publikum gleichermaßen. "Wir waren heute hier draußen viel entspannter als bei der Wertung in der Schützenhalle", sind sich Louise Zickendraht (11), Ann-Sophie Bichlmeier (12) und Lina Hotop (12) aus der "Move Gang" des TSV Neuried einig. Sie begeisterten mit ihrem folkloristischen Outfit und dem Titel: "Der Berg ruft", der konträr zu ihrem ironisch dagegen gesetzten, artistischem Hip- Hop-Programm stand, dass sie am Samstag mit schöner Musikalität tanzten. "Nur beim Spagat auf dem Boden hat es gebrannt", verrät das Trio. Aber als echte Tanz-Profis ließen sie sich nichts anmerken, sondern kühlten sich nach ihrem Auftritt innerlich mit einem wohlverdienten Eis. Schweißtreibend ging es unterdessen auf der Sonnen-Bühne weiter. Einen besonderen Akzent wusste das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium mit seinem Irischen Stepptanz zu setzen; der einzige Schulbeitrag zum Festival, der ihnen einen 2. Platz einbringen sollte. Die große Mädchengruppe steppte sich nicht nur mit einer komplexen, phantasievollen Choreografie in die Herzen des Publikums, sie tanzten mit solcher Leichtigkeit und Ausdrucksstärke, als wäre das ihr Hauptfach an der Schule. Das Folkloreensemble Ihna (Erlangen) setzte bei Pommerschen Tänzen lustvolle Soli-Elemente des Kasatschok mit ein, Sprünge, Drehungen, Reihungen und faszinierte mit temporeichen "Flug"-Künsten zur Life-Musik. Nach der im wahrsten Sinne "heißen Phase" auf dem Marienplatz ging es ein letztes Mal in die Schützenhalle zur Gala - wo die besten Tänzer Deutschlands im Amateurbereich, die Sieger des Bundeswettbewerbs Deutschland erneut auftraten. Margit Keikutt, Initiatorin des Festivals nennt einige maßgebliche Kriterien für die Siegerauswahl: Choreografie, Kontrapunkte und Anspruch gemäß der Altersklassen, Raumfindung und Raumergreifung der Tänzer und nicht zuletzt Ausdruck und technisches Können.

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