Zirkus Carl Busch - © PR
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Paderborn Paderborner Ausschuss lehnt Zirkus mit Wildtieren ab

Politik: Die Bewerbung des Betriebs Carl Busch für das Jahr 2018 erhält keine Zustimmung

Holger Kosbab

Paderborn. Mit Elefanten- und Dromedarnummern im Programm wäre der Zirkus Carl Busch im nächsten Jahr nach Paderborn gereist. Doch daraus wird nichts. Der Betriebsausschuss und Ausschuss für Märkte und Feuerwehr lehnte den Vorschlag der Stadt Paderborn ab, dem Zirkus die Genehmigung für Auftritte zu erteilen. Lediglich Georg Ortwein (CDU), Johannes Knaup (Liberal-Konservative Reformer/LKR) und der fraktionslose Stephan Hoppe stimmten dafür. "Wir sind mit der Auswahl Carl Busch nicht zufrieden", sagte Ralf Pirsig (Grüne). Er glaube, Paderborn stehe nicht schlechter da, wenn man sich gegen Zirkusse mit Wildtieren entscheide. FDP-Ratsherr Sascha Pöppe dachte, dass in Paderborn grundsätzlich gegen Wildtier-Zirkusse entschieden werde. Carsten Büsse (SPD) nannte "moralisch-biologische Gründe", weshalb eine Haltung von Wildtieren in Zirkussen nicht artgerecht sei. Georg Ortwein (CDU) sagte, dass man dem Zirkus das Auftreten gestatten solle, da seine Tierhaltung entsprechend zertifiziert sei. Johannes Knaup (LKR) verwies auf die Rechtssprechung und dass eine Stadt sich nicht grundsätzlich gegen Zirkusse mit Wildtieren aussprechen dürfe. Jens Reinhardt, Sprecher der Stadt Paderborn und Stadtmarketingchef, betonte, dass es bisher kein generelles Verbot der Wildtierhaltung durch den Bund gebe. Die Stadt Paderborn werde weiterhin in jedem Fall Einzelfallentscheidungen treffen müssen. Der Mitmachzirkus der Overbergschule kann 2018 dagegen wie gewünscht Programm machen. Das Votum war einstimmig.

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