Vegetarisches für einen Koch: Anton Hofreiter (Grünen-Fraktionschef im Bundestag/l.) reicht Manfred Fechner (Küchenleiter im Westphalenhof) einen Veggie-Burger. Die Landtagskandidatinnen Norika Creuzmann (Mitte v. l.) und Sigrid Beer sind von einem Teil des Westphalenhof-Küchenteams umgeben. - © Holger Kosbab
Vegetarisches für einen Koch: Anton Hofreiter (Grünen-Fraktionschef im Bundestag/l.) reicht Manfred Fechner (Küchenleiter im Westphalenhof) einen Veggie-Burger. Die Landtagskandidatinnen Norika Creuzmann (Mitte v. l.) und Sigrid Beer sind von einem Teil des Westphalenhof-Küchenteams umgeben. | © Holger Kosbab

Paderborn Wahlkampf: Anton Hofreiter (Grünen) wirbt für Gesundes

Landtagswahl 2017: Der Co-Chef der Bundestagsfraktion präsentiert in Paderborn Grünen-Politik à la carte. Er spricht mit den Leuten und bekommt selbst ein Geschenk

Holger Kosbab

Paderborn. Ausgeteilt hat er letztlich nur fürs Foto, der Anton Hofreiter. Es machte sich aber auch gut, wenn der Co-Fraktionschef der Grünen-Bundstagsfraktion dem Küchenleiter des nur wenige Meter entfernten Westphalenhofs einen vegetarischen Burger reicht. Manfred Fechner jedenfalls fand den Burger super. Und ein Teil seines Küchenteams, mit dem er zum Platz An der alten Synagoge gekommen war, hat es offenbar auch geschmeckt. Bei den Heimbewohnern komme vegetarische Kost, die jeden Tag zur Wahl stehe, aber nur mäßig an, sagte Fechner. „Wir treffen die Bürger beim Burger", sagte Sigrid Beer, Landtagsabgeordnete und erneut Grünen-Kandidatin für die Stadt Paderborn, die wie Norika Creuzmann (Kandidatin Kreis Paderborn) in der heißen Phase des Landtagswahlkampfs populäre Unterstützung aus der Bundesspitze der Partei erhielt. Auf dem Plan stand das Thema Ernährung. Mit den Menschen sprechen Da Hofreiter mit etwas Verspätung am Hauptbahnhof ankam, hatte sich vor dem aufgestellten Foodtruck bereits eine Schlange gebildet. Kurzerhand wurde entschieden, dass andere Burger brutzeln sowie Bioäpfel aus Brakel und vegetarische Smoothies verteilt werden – und dass Hofreiter vor allem mit den Leuten spricht. Seit Montag reist Hofreiter durch NRW. Auch wenn er Bundespolitik mache, so könnten doch überall Brücken geschlagen werden zur Politik vor Ort. Die Auswirkungen der Agrar- oder Flüchtlingspolitik zeigten sich überall. So war die Umlage zum Erneuerbare-Energien-Gesetz in Paderborn ein Thema „Die Leute sind an den Zusammenhängen interessiert", sagte Hofreiter. „Es ist nicht so, dass alle nur an sich denken und egoistisch sind." Zu jung zum Wählen Beispielhaft dafür waren sechs Schülerinnen der Schulen St. Michael. Sonja Zacharias, Sophia Lahme, Verena Lübbers, Julia und Melissa Prey sowie Marie Miosga sagten, dass sie in der Schule gerne mehr über Politik reden würden. So wie sie es auch in Pausen machten. Gerne würden sie auch schon wählen, doch dafür sind die Mädchen aus der Stufe 9 noch zu jung. Immerhin gab es eine Schulwahl, deren Ergebnisse aber erst am Montag nach der Landtagswahl bekanntgegeben werden. Zu Hofreiters Paderborn-Menü gehörte auch das Posieren für Smartphone-Fotos. Unter anderem mit Peter Müller, Student der Wirtschaftswissenschaften und nach eigener Auskunft ein Wechselwähler. „Der Hofreiter ist interessant", sagte Müller. Damit Hofreiter Paderborn in guter Erinnerung behalte, sprang Michael Thasler auf die Foodtruck-Idee auf. Er schenkte Hofreiter ein Gläschen Löwenzahngelee.

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