Schlitzohr: Christoph Stiegemann mit Bürgermeister Michael Dreier (l.) und Kevin Gniosdorz (Kreisvorsitzender der Jungen Union (r.). Foto: Svenja Ludwig - © Svenja Ludwig
Schlitzohr: Christoph Stiegemann mit Bürgermeister Michael Dreier (l.) und Kevin Gniosdorz (Kreisvorsitzender der Jungen Union (r.). Foto: Svenja Ludwig | © Svenja Ludwig

Paderborn Paderborner Museumsleiter Stiegemann ist das Schlitzohr des Jahres

Der Leiter der Paderborner Diözesanmuseums wird von der Jungen Union ausgezeichnet

Svenja Ludwig

Paderborn. „Ein Traum, von dem man sich nicht lösen kann" sei die Nymphenstatue Ballerina di Goethe, findet Christoph Stiegemann, Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn. Sie verzauberte den wohl bekanntesten deutschen Dichter einst während einer Italienreise und erhielt so ihren Namen. Was dem Literaten nicht gelingen wollte, schaffte Stiegemann: Die Ballerina wurde eigens für Stiegemanns neuesten Ausstellungscoup aus dem Vatikan nach Deutschland gebracht: die Wunder Roms, die am Freitag eröffnet werden. Für sein kulturelles Engagement wurde Stiegemann im Rahmen des 25. Westfalenabends der Jungen Union (JU) Paderborn das Schlitzohr überreicht. 1992 per „Kopfgeburt" das Licht der Welt erblickend, wie sich der JU-Kreischef Kevin Gniosdorz erinnert, wird das Schlitzohr seither jährlich verliehen. Diesmal im Bereich Kultur. Stiegemann habe sich „in besonderem Maße um die Kultur verdient gemacht", versichert Dreier, und „ein gehöriges Maß an Schlitzohrigkeit" bewiesen. Denn Stiegemann stellt mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, mit Kirche, Stadt und Kreis bereits die vierte Schau in Paderborn auf die Beine: „Wunder Roms – im Blick des Nordens von der Antike bis zur Gegenwart". 1999 lockte die Ausstellung „799 – Kunst und Kultur der Karolingerzeit" 327.000 Besucher in die Paderstadt. Es folgten „Canossa 1077 – Erschütterung der Welt" (2006) sowie „Credo – Christianisierung Europas im Mittelalter" (2013). Er wolle nicht „dem Zeitgeist hinterher laufen, sondern erkennbar bleiben", sagt Stiegemann. So sei man „im Thema geblieben", und erinnere mit historischen Argumenten an die „Fundamente der eigenen Identität". Schlitzohr-Preisträger Stiegemann reiht sich damit in eine prominent besetzte Gewinnerliste ein. Frühere Schlitzohren waren etwa Fußballtrainer André Breitenreiter oder Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.

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