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Paderborn Paderborns Weg zur Großstadt

Marienloh und Wewer machten den Anfang

Jochem Schulze

Paderborn. Zu Beginn dieses Monats hat die Stadt Paderborn die Schallmauer von 150.000 Einwohnern durchbrochen. Jetzt tauchte die Frage auf, wann der 100.000. Einwohner registriert worden ist. Die Antwort ist mit der Kommunalreform der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts verbunden. In der Nacht vom 31. Dezember 1974 auf den 1. Januar 1975 stieg die Einwohnerzahl Paderborns durch die Eingemeindung von Schloß Neuhaus, Elsen, Sande, Benhausen, Neuenbeken und Dahl von 71.742 auf 103.230. Der großen Reform waren zwei kleine vorangegangen, die inzwischen ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Denn Marienloh hatte sechs Jahre zuvor eine Vorreiterolle eingenommen. Mit einem Gebietsänderungsvertrag wurden die Marienloher aus dem Amt Altenbeken entlassen und traten der Domstadt bei. Das entsprach auch dem Bevölkerungswillen. In der Lokalpolitik machte das historisch vorbelastete Wort vom "Anschluss" die Runde. Noch im Laufe des Jahres 1969 folgte Wewer. Die eigenständige und dem Amt Kirchborchen angehörige Gemeinde wurde nicht ganz so unkompliziert eingegliedert. Eine Abstimmung unter den Einwohnern brachte eine knappe Mehrheit für Paderborn. Doch noch lange regte sich Widerstand. Beide Orte aber wurden schnell mit der Einrichtung einer Buslinie belohnt. Auch heute noch fährt die 2 des Padersprinters vom Zollhaus in Wewer zum Von-Dript-Weg in Marienloh. Haben auch Sie eine Frage, liebe Leserin, lieber Leser? Dann schreiben Sie uns unter paderborn@nw.de oder an die Gertrud-Gröninger Straße 12 in 33102 Paderborn. Wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und veröffentlichen Antworten immer montags an dieser Stelle.

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