Gemeinsames Projekt: Für Garage 33 haben sich Bürgermeister Michael Dreier (v. l.), Rüdiger Kabst (Vizepräsident der Universität und Projektleiter) und Otto Drosihn (Vorsitzender von Paderborn überzeugt) zusammengetan. Zukünftig können in der Einrichtung bis zu 70 Personen kreativ arbeiten. - © Marc Köppelmann
Gemeinsames Projekt: Für Garage 33 haben sich Bürgermeister Michael Dreier (v. l.), Rüdiger Kabst (Vizepräsident der Universität und Projektleiter) und Otto Drosihn (Vorsitzender von Paderborn überzeugt) zusammengetan. Zukünftig können in der Einrichtung bis zu 70 Personen kreativ arbeiten. | © Marc Köppelmann

Paderborn IT-Standort Garage 33: Treffpunkt kreativer Köpfe in Paderborn

Dort sollen zukünftig neue Ideen von jungen Gründern und Unternehmen entstehen und umgesetzt werden. Im Frühjahr 2017 soll der Arbeitsraum fertig sein

Viktoria Bartsch

Paderborn. Jungen Start-Ups und bestehenden Unternehmen einen Raum für Kreativität zu bieten und sie langfristig in der Region zu halten - das ist das Ziel des Projekts Garage 33. Hierfür haben sich die Stadt Paderborn, die Universität und der Verein "Paderborn überzeugt" zusammengetan. "Wir stehen vor einer neuen Revolution", sagte Otto Drosihn, Vorsitzender von "Paderborn überzeugt". "Nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im digitalen Bereich. Die Spielregeln des Marktes haben sich verändert." Der Technologiepark 8 befindet sich momentan noch im Rohbau, künftig soll dort aber ein Arbeitsraum entstehen, der sich primär an technologieorientierte Gründungen richtet. Auf rund 550 Quadratmetern entsteht neben einem Amphitheater, in dem neue Ideen präsentiert, aber auch Veranstaltungen organisiert werden können, bis Anfang April auch ein Co-Working-Bereich. Dort können in den ersten Wochen beispielsweise Gründer und Unternehmen gemeinsam an einer Idee arbeiten, "bevor diese reif für eine Garage ist", sagte Rüdiger Kabst, Vizepräsident der Universität Paderborn und Projektleiter. Momentan sind im Erdgeschoss des IT-Workspace-Neubaus von neam und axon sechs sogenannte Garagen zum Arbeiten eingeplant. "Eventuell kommen aber im ersten Geschoss noch vier hinzu", sagte Kabst. In diese können sich Start-Ups und Unternehmen zurückziehen, um an ihren Ideen in Ruhe weiterzuarbeiten. Für den laufenden Betrieb investieren Paderborn überzeugt, die Universität Paderborn und die Wirtschaftsförderung in den ersten drei Jahren drei Millionen Euro in das Projekt. Betrieben wird Garage 33 künftig von Tec-Up, dem Technologietransfer- und Existenzgründungscenter der Universität. "Gemeinsam den IT-Standort Paderborn weiterzuentwickeln, ihm durch die Kreativität der Gründerszene neue Impulse zu verleihen, das ist das Ziel unseres einzigartigen Projektes", sagte Bürgermeister Michael Dreier. In Anlehnung an Silicon Valley soll das Projekt Paderborn zu einem starken IT-Standort in der Region machen und zentrale Anlaufstelle für innovative Gründer und Unternehmen werden. "Nicht alle verrückten Ideen werden funktionieren", sagte Kabst. "Aber es ist besser sie hier auszuprobieren als in einem Unternehmen." Da bereits viele gute Ideen in einer Garage entstanden sind, sei es naheliegend gewesen den Begriff Garage im Namen des Projektes aufzugreifen, so Kabst. "Die 33 stammt hingegen von der Autobahn, die durch die Region führt. Aber auch die Postleitzahl von Paderborn beginnt mit einer 33." Innendesigner Hassan Mimouni kümmert sich um die optische Gestaltung der Garage 33. "Es wird eine Mischung aus alt und neu werden", sagte er. Nicht nur mutige und verrückte Menschen seien in der Garage 33 willkommen, auch bereits etablierte Unternehmen möchte man die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen und kreative Ideen zu entwickeln und entsprechend umzusetzen. "Um bestimmte Prototypen zu bauen oder auch Systeme zu testen, ist auch angedacht, eine Werkstatt zu mieten", sagte Drosihn. Einige der Start-Ups, die demnächst im Technologiepark 8 arbeiten werden, sind bereits bekannt: Intabpro, entwickelt taggenaue Absatzprognosen für Bäckereien und kooperiert mit Goeken backen. Shoploc arbeitet an einem Belohnungsprogramm für Kunden des lokalen Einzelhandels und iplus1 entwickelt für jede Branche individuelle Data Science Lösungen auf open-source Basis.

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